• Gabi dan Droste und Team

    Nachbarschaft

    Gabi dan Droste (im Bild vorn) bespielt ab Dezember das Theater am Winterfeldtplatz. Gemeinsam mit ihrem Choreographen Martin Nachbar und der Produzentin Susanne Beyer hat sie mir erzählt, was sie mit dem Haus in den kommenden Jahren vorhaben.

    20 Jahre lang haben Hans Wurst Nachfahren das Theater am Winterfeldtplatz mit Figurentheater bespielt. Werden ihr da weitermachen, wo sie aufgehört haben? Gabi: Nein, wir wollen wir schon etwas Neues aufbauen. Zwar haben wir eine große Faszination für das Figurentheater, deshalb wird es das auch weiter geben, aber unser Schwerpunkt liegt auf Performance und Tanz. Martin: Was wir allerdings an der Figur des „Hans Wurst“ mögen, ist sein schelmischer, kritischer und widerständiger Charakter. Daran wollen wir schon anknüpfen.

    Wie wollt ihr diese unterschiedlichen künstlerischen Formen von Tanz, Performance oder Puppentheater in einem Haus zusammen bringen? Martin: Wir sind kein festes Ensemble im klassischen Sinne, sondern wollen als ein offenes Haus wirken und auch freischaffenden Künstlern Platz für ihre Projekte geben. Das ist ein neuer Ansatz, der in unserem Bereich bundesweit bisher wenig verfolgt wird. Auch für Berlin ist das etwas neues. Gabi: Wir suchen dann für unser Programm Produktionen mit verschiedenen Schwerpunkten aus. Am wichtigsten ist dabei, dass sie generationsübergreifend für alle Altersgruppen funktionieren: von Kindern ab 3 Jahren bis zu Senioren. Denn Theater funktioniert ziemlich gut als Ort, wo man Menschen zusammenbringen kann.

    Was verbindet euch mit Schöneberg? Gabi: Keiner von uns hat bisher hier gelebt oder gearbeitet. Aber Schöneberg war für mich einer der ersten Anknüpfungspunkte, als ich vor 30 Jahren nach Berlin gekommen bin. Susanne: Wir wollen jetzt so schnell wie möglich in Dialog mit den Menschen im Bezirk treten. Es ist auch ein ausgesprochenes Ziel von uns, mit den Menschen vor Ort zu arbeiten und sie bei der Entwicklung von Formaten miteinzubeziehen. Auch Kinder sollen dabei Gestaltungsspielraum bekommen, sei es bei der Recherche oder partizipativ im Theater.

    Wann geht’s los? Gabi: Anfang dieser Woche haben wir den Schlüssel für das Haus bekommen. Ab Mitte Dezember soll dann unser Spielplan stehen und die ersten Aufführungen stattfinden. Am 15./16. Dezember wollen wir zum Start ein „Minifestival“ veranstalten.

    Was genau habt ihr da vor? Wir wollen an den zwei Tagen mit Workshops und kleinen Aufführungen ein Potpourri dessen vorstellen, was wir langfristig im Haus planen. Auch viele Künstler, mit denen wir zusammenarbeiten wollen, werden da sein. Wir laden ganz Schöneberg dazu ein, vorbeizukommen und mitzumachen!

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

30 abgeschleppte Fahrzeuge, 59 belastende Ordnungswidrigkeitsbescheide, 3 begonnene Umsetzungen – so lautet das bisherige Ergebnis der Falschparker-Offensive des bezirklichen Ordnungsamts gemeinsam mit der BVG an der Schöneberger Hauptstraße. Es könnte teuer werden für die Dauerparker an der Hauptstraße, denn auch Mitarbeiter der BVG dürfen jetzt Knöllchen schreiben und KFZ abschleppen lassen. „Sie haben Parkplatzprobleme? Fahren Sie doch mal mit uns.“ So lautet der Ausweg der BVG aus dem Dilemma.

Die Situation an der Hauptstraße ist ein Extremfall: Fast zu jeder Tageszeit ist die Busspur in der Hauptstraße von oben bis unten zugeparkt. „Was? Kein Platz mehr auf der Busspur, na dann parke ich eben in zweiter Reihe!“ Und schon ist die zweite Fahrbahn blockiert. Meist dauert es nicht lange, und es haben sich Schlangen hintereinander parkender Autos gebildet. Radfahren? Nein, für Radfahrer ist sowieso kein Raum vorgesehen. Nicht mal eine Radspur gibt es südlich der Goebenstraße. Nur wenige Radler trauen sich auf die Straße, die meisten weichen auf den Gehweg aus. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten ist die Straße brechend voll und meist kein Durchkommen mehr. Das Stressniveau steigt, das Gehupe wird lauter, und die Anwohner halten den Lärm und Gestank fast nicht mehr aus.

„Nur wenn der ÖPNV in der Stadt für seine Nutzer attraktiv ist, Busse nicht im Verkehr stecken bleiben, können wir die Menschen überzeugen, vom Auto in den Bus umzusteigen und die Luft in unserer Stadt sauberer zu halten,“ sagte Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Grüne). Noch bis Ende des Jahres werden die Einsätze durchgeführt. Ein Schritt in die richtige Richtung. „Die Ordnungshüter in diesem Land greifen viel zu selten konsequent durch“, sagte mir der Verkehrsaktivist Andreas Schwiede für einen Beitrag in unserer Causa-Verkehrsdebatte. Bei Verkehrsbehinderung oder Gefahren durch Falschparker können Sie auch selbst aktiv werden und Autos abschleppen lassen. Hier finden Sie eine Anleitung.

Die Situation an der Hauptstraße ist allerdings nicht die einzige Problemstelle im Bezirk. Immerhin soll nun an einigen Stellen nachgebessert werden. Etwa am Lichtenrader Damm: hier spricht die SPD von einer höchst gefährlichen „Radfahrerfalle“, die dringend beseitigt werden müsse. Die Grünen im Bezirk fordern Tempo 30 auf dem Voralberger Damm, wo sich mehrere Sportvereine und eine Jugendverkehrsschule befinden. Parkende Lkw und Geschwindigkeitsüberschreitungen bedeuten hier für Kinder und Radfahrer eine ständige Gefahr. Auch am Pilatusweg in Friedenau soll der Verkehr endlich dauerhaft beruhigt werden. In kleinen Schritten geht es also voran in eine verkehrssichere, fahrrad- und umweltfreundliche Zukunft.

Fabian Lion Schmidinger ist Mitarbeiter in der Leute-Redaktion. In Berlin geboren, wuchs er in Bayern auf und zog erst zum Studium wieder in die Hauptstadt – an die Hauptstraße in Schöneberg. Für Kritik, Wünsche oder Vorschläge, kontaktieren Sie ihn gerne über Twitter, oder schreiben Sie ihm eine Email.

Unser Tipp für Sie

Ja, auch Bier aus Dosen kann richtig gut schmecken. Doch fast wichtiger als der Geschmack ist hier das Design. Was sich Brauereien bei der Gestaltung ihrer Dosen einfallen lassen, grenzt an Kunst: ob futuristische Pop-Art oder Collagentechnik, Hauptsache bunt und einzigartig, so lautet das Credo der Dosen-Designer. Die klassische Bierflasche kann hier schon lange nicht mehr mithalten. Eine feine Auswahl amerikanischer Cans (kommende Woche tritt die britischen Auswahl an) können Sie ab diesen Mittwoch beim Cantoberfest der Stone Brewery genießen – optisch wie gustatorisch. Denn wie beim Essen gilt natürlich auch beim Bier: Das Auge trinkt mit. Hier brauchen Sie allerdings keine Angst zu haben, am Ende zu tief ins Glas zu schauen.

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