• MarienMcRein

    Nachbarschaft

    Seyda Richter und Sabrina Repsch, Masterstudiengang Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der HWR Berlin.

    Was untersuchen Sie? Das innerstädtische Gewerbegebiet entlang der Großbeerenstraße in Mariendorf/Marienfelde ist stark befahren: Nicht nur die ansässigen Unternehmen werden über diese Straße beliefert, sondern auch Pendler aus dem Süden Berlins und Brandenburgs nutzen täglich diese Strecke. Die Folge sind ein starkes Verkehrsaufkommen und erhöhte Emissionen, wie die unterschiedlichen Emissionskarten der Stadt Berlin zeigen. Die Fahrradwege entlang der Großbeerenstraße sind schmal und veraltet, so dass ein Ausweichen auf das Fahrrad keine echte Option darstellt. Zudem sind durch die zahlreichen ansässigen Unternehmen viele Flächen für Gebäude, Lagerhallen und Parkplätze stark versiegelt worden. Auch die Müllentsorgung scheint hier ein Problem zu sein – an Gehwegen, Straßenrändern und auf vielen Grundstücken lässt sich Müll finden, der nicht entsorgt wurde.

    Was sind Ihre Schwerpunkte? Im Rahmen eines Praxisprojektes erstellen wir im Auftrag des Geschäftsführers von Ruksaldruck, Werner Schmidt, ein Zukunftskonzept für ein innerstädtisches Gewerbegebiet, das Umwelt, Anwohner und Gewerbe näher zusammenbringen soll. Dafür betrachten wir unterschiedliche Bereiche und Akteure wie Verkehr, Biodiversität, Begrünung, Bürger und Abfall. Unterstützung erhalten wir von der Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg, ansässigen Unternehmen, der BSR, einem Imker und einem Kindergarten.

    Haben Sie schon etwas erreicht? Unseren ersten Erfolg konnten wir bereits im Bereich “Müll” verzeichnen. Wir haben die BSR überzeugt, fünf zusätzliche Mülleimer an der Großbeerenstraße und entlang der Lankwitzer Straße aufzustellen. In wöchentlichen Qualitätskontrollen prüfen wir nun, ob tatsächlich weniger Müll auf den beiden Straßenabschnitten vorzufinden ist. Auch bei dem Thema Müll möchten wir die Bürger stark einbinden und mehr Bewusstsein für ihre Umgebung schaffen.

    Welche Aktionen planen Sie? Wir werden am 31. März ab 10 Uhr Anwohner und Unternehmen zusammenbringen und einen Frühjahrsputz organisieren, der mit einem kleinen Umtrunk auf dem Hof von Ruksaldruck beendet wird. Wir stellen allen Helfern die benötigte Ausrüstung mit Unterstützung der BSR zur Verfügung und möchten mit allen Beteiligten in den aktiven Austausch gehen. Dazu laden wir hier jetzt schon ein.

    Worauf kommt es an? Uns ist insbesondere wichtig, dass Bürger und Unternehmen ihre Umgebung bewusster wahrnehmen und möglichst effizient zusammen in der Stadt leben. Sind Sie bereits interessiert und engagiert in Ihrem Kiez unterwegs und möchten dies mit uns teilen? Dann schreiben Sie einfach eine Mail mit dem Stichwort “Nachhaltigkeit in Mariendorf/Marienfelde” an: s_repsch@stud.hwr-berlin.de

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute-s.kneist@tagesspiegel.de

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Sigrid Kneist von Sigrid Kneist tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Tempelhof-Schöneberg,

das Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus hat viele Facetten. Im Straßenbild erinnern etwa seit Jahren Stolpersteine an von den Nazis verfolgte und ermordete Menschen. Die Gedenkplaketten sind auf den Bürgersteigen vor ihren früheren Wohnhäusern eingelassen. Die Grünen im Bezirk wollen jetzt auch dafür sorgen, dass die Täter stärker benannt werden, dass sie aus der Anonymität geholt werden und dass auch dieses im Stadtbild erkennbar wird. Sie schlagen vor, an der Dennewitzstraße 25 an „die schändlichen Unternehmen der H. Kori GmbH zu erinnern, die von hier die Ausstattung der Konzentrationslager und Euthanasie-Zentren mit den für den Massenmord benötigten Verbrennungsöfen betrieb“. Zudem sei die Verstrickung der Firma, die bis 1976 in der Dennewitzstraße ansässig war und 2012 aufgelöst wurde, noch wenig erforscht. Auch da müsse man etwas unternehmen. Nach 1945 sei das Unternehmen unbehelligt geblieben, sagt der Grünen-Bezirksverordnete Bertram von Boxberg. Es habe dann vor allem mit Spendengeldern finanzierte Öfen für Kirchengebäude geliefert.

Einen entsprechenden Antrag haben die Grünen für die Bezirksverordnetenversammlung am Mittwoch eingebracht. Ein wichtiger Antrag. Aber bitte, liebe Bezirksverordneten, ändern Sie im Antragstext die Gedenktafel um in Erinnerungstafel. Der Opfer wird gedacht, nicht der Täter. An die und ihre Taten wird erinnert.

Sigrid Kneist arbeitet seit 1990 als Redakteurin in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Vor 20 Jahren hätte sie sich nicht vorstellen können, dass sie ein Jahr später aus dem Kreuzberger Graefekiez nach Mariendorf ziehen und dort bis heute bleiben würde. Wenn Sie Anregungen, Kritik, Wünsche, Tipps haben, schreiben Sie ihr bitte eine E-Mail an leute-s.kneist@tagesspiegel.de

Sigrid Kneists Tipp für Sie

Das Weihnachtssingen der Union-Fans im Stadion an der Alten Försterei ist legendär. Seit Jahren treffen sich dort – stets am 23. Dezember, 19 Uhr – bis zu 28.000 Menschen, um gemeinsam „O Du Fröhliche“ oder „Stille Nacht“ zu singen. In etwas kleinerem Rahmen gibt’s so etwas auch bei uns im Bezirk. Inzwischen ist das Weihnachtslieder-Singen vom TSV Mariendorf 1897 und der Evangelischen Gemeinde Mariendorf Ost im Stadion im Mariendorfer Volkspark auch schon eine kleine Tradition.

Bei Glühwein und Kerzenschein werden dort Advents- und Weihnachtslieder gesungen, begleitet von einem Bläserensemble. 3. Adventssonntag, 16. Dezember, 16 Uhr, Stadion Mariendorf, Prühßstraße. berlin-evangelisch.de

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