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    Nachbarschaft

    Stefanie Jost (Mitte), Gründerin der Berlin Greeter.

    Stefanie, du hast die Berlin Greeter gegründet, was steckt dahinter?
    2010 habe ich zusammen mit Philipp Wilimzig die Berlin Greeter ins Leben gerufen. Damals waren wir noch das einzige Greeter Programm in Deutschland. Heute haben wir ein eigenes Deutsches Greeter Netzwerk mit über 10 Destinationen, die sich dem Motto „Komm als Gast, geht als Freund“ verschrieben haben. Berlin Greeter treffen sich mit Berlin Besuchern und zeigen ihnen auf einem Greet ihr ganz persönliches Berlin. Dabei geht es nicht darum, die gewöhnlichen Sehenswürdigkeiten und dazugehörigen Jahreszahlen zu präsentieren, sondern vielmehr einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen. Die Menschen, die hier in Berlin leben, werden mit ihren Erfahrungen und Geschichten zur Sehenswürdigkeit. Auf diese Weise entdecken die Besucher ein Berlin, dass sie so nie gesehen hätten. Die Begegnungen dauern in der Regel zwischen 2-4 Stunden, je nach gegenseitiger Sympathie, und können individuell gestaltet werden. Die Gruppen sind nicht größer als sechs Personen, damit der individuelle Austausch gewährleistet ist. Ein Spaziergang mit unseren ehrenamtlichen Greetern ist kostenfrei und fördert gleichzeitig den nachhaltigen Tourismus.

    Warum kann es für Berliner interessant sein, sich als Greeter zu bewerben?
    Wir haben das große Glück, dass Berlin als Tourismus-Destination sehr beliebt ist. Die Besucher kommen also von ganz alleine in unsere schöne Stadt. Da wir bis jetzt nur ein kleines Netz an Greetern haben, sind wir immer auf der Suche nach interessierten BerlinerInnen die unser Projekt unterstützen möchten. Als Greeter hat man die Möglichkeit, Menschen aus aller Welt zu treffen. Wenn Fremdsprachenkenntnisse vorhanden sind, kann man diese trainieren oder wieder aktivieren. Erzählungen, Geschichten und Erfahrungen, die in der eigenen Familie schon mehrfach erzählt wurden, sind für Besucher mit Sicherheit neu und spannend. Es gibt eine freie Zeiteinteilung und keine monatlichen Verpflichtungen, eine bestimmte Anzahl an Greets zu übernehmen. Jeder realisiert die Anzahl an Greets wie es der persönliche Terminkalender zulässt. Besonders in diesen global angespannten Zeiten fördern wir mit der Greeter Idee den Austausch zwischen verschiedenen Kulturen und tragen zu einem friedlichen Miteinander bei.

    Welche Greeter-Geschichte ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?
    Da ich persönlich viel mit dem administrativen Aufgaben zu tun habe (Matching der Anfragen zwischen Besucher und Greeter, Presse- und Marketinganfragen koordinieren, planen von Veranstaltungen wie z.B. die Teilnahme an der Freiwilligen Börse im Roten Rathaus am vergangenen Samstag, etc.), bleibt mir leider gar nicht so viel Zeit, selbst Greets durchzuführen. Ich bekomme aber ganz viele Rückmeldungen von unseren Berlin-Besuchern und Greetern, um ihre Erfahrungen mit unseren Greetern auf der Facebookseite zu teilen. Hier kann ich oft lesen, dass Besucher die Greets als i-Tüpfelchen ihres Berlin Aufenthalts empfunden haben. Es sind Begegnungen mit Menschen die interessante Berufe oder Lebenswege haben. Mir sind z.B. ein Filmregisseur, eine Zeichnerin bei Walt Disney oder ein bekannter Wissenschaftler im Kopf geblieben. Eine Greeterin hat einen amerikanischen Besucher getroffen, der den 11. September miterlebt hat. Diese Begegnung war für beide Seiten sehr emotional. Generell freue ich mich immer, wenn ich nach einem Greet die Rückmeldung bekomme, dass alle Beteiligten eine schöne gemeinsame Zeit hatten. Eben so als wenn man mit Freunden unterwegs gewesen wäre.

    Am 16.05.2018 findet um 18:30 unser nächster Infoabend statt. Wir treffen uns im Max & Moritz, in der Oranienstraße 162, 10969 Berlin. Dort werden wir die Greeter-Idee vorstellen, erklären das Prozedere von der Anmeldung bis zum tatsächlichen Treffen und beantworten gern alle Fragen.

    Wer soll hier als nächstes vorgestellt werden? Sie selbst? Jemand, den Sie kennen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge unter: leute@tagesspiegel.de

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Laura Hofmann. von Laura Hofmann tagesspiegel
Liebe Nachbarn aus Mitte,

sind Sie heute auch zu spät zur Arbeit gekommen? Oder hatten Sie wegen der Riesen-Bombenentschärfung vielleicht sogar frei? Wie dem auch sei, alles ist gut gegangen, die 500 Kilo schwere Weltkriegsbombe in der Heidestraße am Hauptbahnhof ist um 13.19 Uhr erfolgreich kontrolliert gesprengt worden.“Ein lauter Knall war deutlich zu hören“, berichtete unsere Reporterin Julia Kopatzki, die live vor Ort war. Die Polizei hat nun alle Sperrungen wieder aufgehoben, tausende Anwohner können in ihre Wohnungen zurückkehren. Wir haben das Spektakel, das am Freitag den Verkehr in der Innenstadt lahmgelegt hat, im Liveblog begleitet. Den können Sie hier nachlesen. Ein großes Dankeschön an die Spezialkräfte der Polizei und an alle anderen Einsatzkräfte, die diesen Kraftakt gestemmt haben!

Laura Hofmann arbeitet in der Berlin-Redaktion des Tagesspiegels. Ihre erste Berliner Wohnung war im Wedding, hierher kehrt sie immer gerne zurück. Heute wohnt sie an der Grenze zwischen Prenzlauer Berg und Mitte, den Fernsehturm immer fest im Blick. Schreiben Sie ihr eine Mail oder folgen Sie ihr auf Twitter oder Facebook.

Laura Hofmanns Tipp für Sie

Am heutigen Freitag werden bis zu 28 Grad erwartet. Glücklich ist, wer den Tag im Freien – und im besten Fall im Wasser – verbringen kann. Und auch am Samstag sind bis zu 21 Grad vorhergesagt. Doch im Bezirk hat leider noch kein Freibad geöffnet. Überhaupt sind erst drei Strandbäder in der Stadt bereits jetzt in Betrieb. Also muss man von Mitte aus ein bisschen fahren. Ganz in der Nähe liegt allerdings das Strandbad Weißensee, wo bereits geschwommen und im Sand gechillt werden kann. Außerdem hat das Strandbad Lübars bereits geöffnet. Alle weiteren 25 bereiten sich noch auf die Saison vor, die im Mai beginnt, hat mein Kollege Max Polonyi recherchiert. „Wir können nicht früher öffnen, wir hatten vor drei Wochen noch Frost“, sagt Martina Wehr, Sprecherin der Berliner Bäder. Momentan beseitige man noch die Winterschäden, die meisten Becken seien noch leer. „In den nächsten Tagen wird Wasser eingelassen, das dann vom Gesundheitsamt überprüft wird.“ Bei guter Qualität öffnen die meisten Frei- und Strandbäder dann am 1. Mai.

Stadtleben auf Twitter

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