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"Aktenzeichen XY" : Polizei erhält 18 Hinweise zum Fall Georgine Krüger

Am Mittwochabend trat die Mutter der seit zwölf Jahren verschwundenen Georgine Krüger bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" auf. 5,24 Millionen Menschen sahen zu.

Seit dem Jahr 2006 wird Georgine aus Berlin vermisst.
Seit dem Jahr 2006 wird Georgine aus Berlin vermisst.Foto: Polizei Berlin/dpa

Ihr Fall bewegt Berlin seit zwölf Jahren immer wieder: Am 26. September 2006 verschwand die damals 14-jährige Georgine Krüger aus Moabit auf dem Heimweg von der Schule spurlos. Nun haben ihre Familie und die Polizei einen neuen Versuch unternommen, das Mädchen zu finden. Am Mittwochabend thematisierte die ZDF-Kriminalsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" den Fall.

Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag dem Tagesspiegel sagte, sind seitdem 18 neue Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Mehrere Menschen bezogen sich dabei auf die Stimme eines rätselhaften Anrufers. Der Unbekannte hatte sich am 31. März 2018 gleich zwei Mal bei der Kripo gemeldet und behauptet, Georgines Leiche liege in einem Wald bei Brieselang im Havelland. Doch eine Suchaktion im bezeichneten Waldstück mit Spürhunden blieb ohne Ergebnis.

Ob die neuen Hinweise möglicherweise den Anrufer identifizieren können, prüft die Polizei nun. Man gehe jedem Tipp einzeln nach, sagte die Sprecherin. Genauere Angaben über Anhaltspunkte will sie nicht machen.

Am Mittwochabend verfolgten 5,24 Millionen Zuschauer die Sendung im Fernsehen. Georgines Mutter betonte darin, sie glaube, dass ihre Tochter noch lebt. Das Mädchen war am Tag ihres Verschwindens zuletzt gesehen worden, als sie gegen 13.50 Uhr an der Perleberger Straße Ecke Rathenower Straße aus dem Bus M27 stieg. Danach liefen alle Bemühungen der Polizei, das Geschehen aufzuklären, ins Leere.

Die Polizei nimmt an, dass Georgine von einem Täter auf der nur 200 Meter langen Strecke von der Haltestelle zu ihrer Wohnung angesprochen und arglos in ein Haus oder Fahrzeug gelockt wurde. Dafür spricht, dass sich ihr Handy erst um 14.06 Uhr aus einer Funkzelle im Bereich des Busstopps ausloggte, also offenbar noch in der Umgebung abrupt abgestellt wurde. (Tsp)

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