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Bereits sechs Berliner Bäder haben zugesagt, an der Aktion teilzunehmen.
© Hauke-Christian Dittrich/dpa
Update

Sportliche Lockerungen in Berlin: Amateursport im Freien und kostenloses Schwimmen für Kinder

Wer in den Ferien kostenlosen Schwimm-Eintritt für Kinder anbietet, erhält 3,50 Euro vom Land. Lockerungen für den Sport werden am Dienstag beschlossen.

Von Sabine Beikler

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte im Mai freien Eintritt für Schüler in den Schwimmbädern während der Sommerferien in Aussicht. Die Sportverwaltung geht nach Berechnungen von 125000 freien Eintritten für Kinder bis zu zwölf Jahren aus. Pro freiem Eintritt werde den Bädern 3,50 Euro vom Land erstattet, sagte Staatssekretär Aleksander Dzembritzki (SPD) am Freitag im Sportausschuss.

Neben den landeseigenen Bädern hätten bisher sechs private Pächter zugesagt. Um weitere zum freien Eintritt für Kinder zu bewegen, führe man Gespräche. Der neue Pächter des Strandbads Halensee, Marco Schürmann, sagte, auch er werde sich an diese Regelung halten. Schürmann will das Freibad voraussichtlich in der zweiten bis dritten Juliwoche wiedereröffnen.

Am Dienstag will sich der Senat auch mit weiteren Lockerungen für den Sport befassen. Seit Freitag sei Sport im Freien nahezu freigegeben, sagte Dzembritzki. Die Vereine müssten nur ein Rahmenkonzept vorweisen. „Es gibt keine Personenbegrenzung, kein Maskentragen, keine Testung mehr.“

Nur bei Wettkämpfen im Freien müssten sich Teilnehmer:innen und Zuschauer:innen noch testen lassen. Bis Freitag galt eine maximale Personenzahl von 500, sei Freitag dürfen 1000 Zuschauer Turniere besuchen, müssten jedoch Masken auf den Geländen tragen.

Hygienerahmenkonzept für Fitness- und Tanzstudios

Beim Sport in Innenräumen besteht die Testpflicht weiter, nur nicht bei Kinder unter 14 Jahren. Die Gruppengröße bei Kindern bleibt bei 20. Die Betreuungspersonen müssen sich nicht mehr täglich, sondern zweimal pro Woche testen. Für Fitness- und Tanzstudios gebe es ein Hygienerahmenkonzept, das eine begrenzte Personenzahl, Buchungen und Testnachweise vorsieht. Hallen- und Schwimmbäder dürfen seit Freitag wieder öffnen.

Viele Berliner:innen sind während der Pandemie auf das Laufen durch den Wald gekommen. 29 bis 32 Laufveranstaltungen seien 2020 von gemeinnützigen Vereinen angemeldet, aber nicht alle durchgeführt worden, sagte Lutz Wittig von den Berliner Forsten. „Veranstaltungen im und durch den Wald sind genehmigungspflichtig.“ Die Forsten hätten eine „Steuerungsfunktion“ bei 500 Veranstaltungen generell pro Jahr im Grunewald.

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Gemeinnützige Vereine werden auf Antrag von Entgelten zwischen 60 bei bis zu 200 und 800 Euro bei mehr als 1000 Teilnehmern befreit. Allerdings handhaben die Revierförstereien diese Regelung unterschiedlich. CDU-Politiker Andreas Statzkowski, Präsident des Berliner Leichtathletik-Verbands, kritisierte, viele Förster würden die Gebührenbefreiung für gemeinnützige Veranstalter nicht kennen. Das monierten auch andere Sportpolitiker. Wittig versprach, die Revierleitungen zu informieren.

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