Berlin : Linke Szene will nichts mit der Politsekte "Jugendwiderstand" zu tun haben

Die linke Berliner Szene distanziert sich von der gewalttätigen Politsekte. Ein Verfassungschutz-Experte der Berliner Linken spricht über die Gruppe.

Ein Graffito der Sekte Jugendwiderstand
Ein Graffito der Sekte JugendwiderstandFoto: TSP

Die aggressiv und autoritär auftretende politische Sekte „Jugendwiderstand“ ist in der demokratisch orientierten linken Berliner Szene offenbar weitgehend isoliert. „Wir wollen nichts mit denen zu tun haben“, sagte der Verfassungsschutz-Experte der Fraktion „Die Linke“ im Abgeordnetenhaus, Niklas Schrader, am Sonntag auf Anfrage. Zuvor war am Sonnabend in der Tagesspiegel-Beilage „Mehr Berlin“ eine ausführliche Recherche zu den Aktivitäten des „Jugendwiderstandes“ unter dem Titel „Maos Schläger“ erschienen.

Die Sekte verehrt Stalin und Mao, agiert antisemitisch, wird vom Verfassungsschutz beobachtet und hat bei linken Demonstrationen schon mehrfach andere Teilnehmer bedroht. Er rate allen Veranstaltern, zum Beispiel dem 1.-Mai- Bündnis, „sich klar von diesen Leuten zu distanzieren“, betont Schrader. Bei Protestaktionen seiner eigenen Partei hätten sich nach seiner Kenntnis noch keine Mitglieder der Sekte unter die Teilnehmer gemischt. (Tsp)


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