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Sawsan Chebli (SPD), Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Berliner Senatskanzlei, sitzt mit vielen Schülerinnen und Schülern als Gast in einer Schulaufführung. Chebli ist im fünften Monat schwanger.
© Anette Riedl/dpa

Sawsan Chebli im fünften Monat schwanger: Berliner Staatssekretärin erwartet erstes Kind

Die 41 Jahre alte SPD-Politikerin Sawsan Chebli ist im fünften Schwangerschaftsmonat. Für ihr Kind hat sie einen großen Wunsch.

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli ist im fünften Monat schwanger. „Es ist ein großes Geschenk, auch weil wir nicht mehr damit gerechnet haben“, sagte die 41-Jährige der „Bild“-Zeitung am Mittwochabend. Für die SPD-Politikerin ist es das erste Kind aus der Ehe mit Nizar Maarouf.

Ende Mai oder Anfang Juni soll das Kind zur Welt kommen. Aus der Politik will sich Chebli nach der Geburt aber nicht zurückziehen. „An meinen Plänen, in der Politik weiter mitzumischen und aktiv zu sein, hat sich nichts geändert“, sagte sie der Zeitung.

Für ihr Kind wünscht sich die 41-Jährige, dass es sich ohne Probleme als Deutsch definieren kann. „Dass es nicht so kämpfen muss, um dazu zu gehören“, sagte sie der „Bild“. Es solle nicht ständig nach der angeblich wirklichen Herkunft gefragt werden.

Chebli hatte zuletzt eine Morddrohung von mutmaßlichen Rechtsextremisten gegen sich öffentlich gemacht. Sie erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz. Daran soll sich auch nichts ändern: „Aber für mich ist das jetzt kein Grund, jetzt nicht mehr gegen Nazis und Rassisten zu kämpfen. Im Gegenteil: Jetzt erst recht“, sagte sie der Zeitung.

Die SPD-Politikerin ist seit 2016 Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales in der Senatskanzlei von Berlin. Zuvor war sie zwei Jahre stellvertretende Sprecherin im Auswärtigen Amt.

Chebli selbst wuchs mit zwölf Geschwistern in Moabit als Kind palästinensischer Eltern auf, die 1970 auf der Suche nach Asyl nach Deutschland gekommen waren. Bis zu ihrem 15. Lebensjahr war Chebli geduldet, 1993 erhielt sie die deutsche Staatsbürgerschaft. (TSP, dpa)

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