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Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) betont in dem Schreiben, die Einhaltung der Pandemieregeln für das Gastrogewerbe.

© DAVIDS/Sven Darmer

„Polizeieinsätze in Restaurants schaden der Branche“: Berlins Wirtschaftssenatorin Pop warnt Gastronomen wegen Corona

In einem Brief fordert Ramona Pop (Grüne) Berlins Gastronomen dazu auf, die Auflagen für den Gesundheitsschutz einzuhalten. Es gehe auch um das Image Berlins.

Von Corinna Cerruti

In einem gemeinsamen Schreiben fordern Senatorin Ramona Pop (Grüne) und Dehoga-Präsident Christian Andresen Berlins Gastronomen dazu auf, Pandemievorschriften und Gesundheitsschutz einzuhalten. Die Wirte sollen "ihrer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden und die Hygiene- und Abstandsregeln in Ihren Betrieben konsequent" umsetzen.

Pop und Andresen verweisen in ihrem Brief auf „Bilder und Berichte über Polizeieinsätze in Restaurants", die der „gesamten Branche" schaden würden. Fahrlässiges Verhalten könnte so zu einem Wiederanstieg der Infektionen führen.

Dies könnte eine Anspielung sein auf den Polizeieinsatz am vergangenen Freitag im Promi-Restaurant Borchardt in Mitte. Dort sollen sich nach Polizeiangaben in den Räumlichkeiten etwa 300 Gäste aufgehalten haben - deutlich zu viele.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Fall, da sich laut Bericht der "B.Z." unter den Gästen FDP-Chef Christian Lindner befunden haben soll, der sich am Rande des Geschehens noch einen Fehltritt ohne Mundschutz leistete.

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Die Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants sei Pop und Andresen zufolge ein wichtiger Schritt, um der Stadt „ein Stück weit ihr Lebensgefühl" und "gastronomische Vielfalt, die sie auszeichnet" zurückzugeben.

Wenn alle sich an diese Regeln halten, könne ein möglicher erneuter Shutdown verhindert werden: Diesen „können und wollen wir uns nicht leisten".

[Jetzt mal konkret aus dem Kiez: Eine Berliner Gastronomin berichtet, wie sie ihre Gaststätte am Freitag wieder öffnet, welche Tipps die Dehoga hat und was gar nicht geht - hier im Tagesspiegel-Bezirksnewsletter. Die Tagesspiegel-Newsletter für alle 12 Bezirke gibt es kostenlos und in voller Länge unter leute.tagesspiegel.de]

Denn am Ende, so erklären die Senatorin und der Dehoga-Präsident, trage die Gastronomie auch zum positiven Image der Stadt bei: „Berlin ist und bleibt die Stadt der Freiheit - in Verantwortung und Rücksicht."

Seit dem 15. Mai dürfen Restaurants und Cafés in Berlin die Türen unter Auflagen wieder öffnen. Dazu gehört ein Mindestabstand von 1,5 Meter zwischen den Tischen, sofern „die Umstände dies zulassen". Zudem ist das Servicepersonal verpflichtet, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Außerdem hat der Senat empfohlen, die Kontaktdaten der Gäste aufzunehmen und diese für vier Wochen aufzubewahren – zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten.

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