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Berlin-Mitte in der Nacht.

© IMAGO/Anadolu Agency/IMAGO/Halil Sagirkaya

„Mehr Leitungen und mehr Optionen“: Ist ein Mega-Blackout auch in Berlin-Mitte möglich?

Nach einem linksextremistischen Anschlag auf Kabel waren zehntausende Haushalte im Südwesten Berlins ohne Strom. Im Innenstadtbezirk ist ein solches Szenario aus zwei Gründen unwahrscheinlicher.

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Der Fernsehturm verschwindet im Dunkeln, das Handynetz bricht zusammen, Ampeln fallen aus? Es ist nicht schwer auszumalen, dass ein Mega-Blackout, wie ihn der Südwesten der Stadt erlebte, in Berlin-Mitte für Chaos sorgen könnte. Wie gut ist die Stromversorgung geschützt? 

„In Berlin-Mitte gibt es mehr Leitungen und damit auch mehr Optionen, Kunden nach einem Stromausfall aus anderen Teilen des Netzes zu versorgen“, sagte ein Sprecher der Stromnetz Berlin GmbH dem Tagesspiegel. In Außenbezirken, an die auch mal ein Waldstück anschließe, sei das schwieriger.

Zudem wurden in den vergangenen Jahren in ganz Berlin die vormals oberirdischen Netze zu 99 Prozent unterirdisch verlegt. Dadurch sollen sie weniger angreifbar sein. In Mitte gebe es aktuell keine oberirdischen Stromleitungen mehr. Auch das mache die Versorgung der Stromnetz Berlin GmbH zufolge sicherer. Im Südwesten hatte ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke den Stromausfall verursacht.

Ganz ausschließen lassen sich Sabotage-Angriffe mit weiterreichenden Folgen nicht. Das hatte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) nach einer Senatssitzung im Dezember betont. Berlinerinnen und Berliner müssten sich bewusst sein, „dass es keine absolute Sicherheit gibt – Sabotage, technische Störungen und Cyberangriffe bleiben weiterhin reale Risiken.“

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