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Cold Case Spandauer Forst: Berliner Polizei bittet um Hinweise zu unbekannter Frau
Im November 1988 wird eine tote Frau in Hakenfelde gefunden. Bis heute rätselt die Polizei, wer sie war und wer sie getötet hat. Nun wird um Hinweise zur Identität einer anderen Frau gebeten.
Stand:
Im Rahmen der Ermittlungen zu einem ungelösten Kriminalfall aus dem Jahr 1988 hat die Berliner Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung gestartet. Am Mittwoch veröffentlichte die Behörde ein Foto einer unbekannten Frau und bat um Hinweise zu ihrer Identität.
Den Angaben nach entstand das Bild Mitte der 80er Jahre. Die Unbekannte soll damals sowohl in der West- als auch in der Ost-Berliner Musikszene unterwegs gewesen sein.
So wird die Unbekannte beschrieben:
- West-Berlinerin ohne Dialekt
- circa 24 bis 32 Jahre alt (Stand 1987/1988)
- circa 1,65 bis 1,68 m groß, schlanke Statur
- kurze rotbräunliche Haare
Die Ermittler fragen:
- Wer kennt diese Frau?
- Wo hielt sich diese Frau Mitte der 80er Jahre auf?
- Wer kennt Kontaktpersonen der Frau, zum Beispiel Verwandte, Bekannte oder Kolleginnen und Kollegen?
- Wer kann etwas über ihren möglichen aktuellen Aufenthalt mitteilen?
Hinweise nimmt die 4. Mordkommission des Landeskriminalamtes Berlin in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Telefonnummer (030) 4664-911444, per E-Mail an lka114-Hinweis@polizei.berlin.de, über die Internetwache oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.
Ermittlungen zu Berliner Cold Case
Die Öffentlichkeitsfahndung steht laut Polizeiangaben im Zusammenhang mit der internationalen Kampagne „Identify me“ des Bundeskriminalamtes zu einer bislang unbekannten Frau, die vor gut 37 Jahren als Opfer eines Tötungsdelikts im Spandauer Stadtforst gefunden wurde.
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Waldarbeiter hatten die Leiche der zierlichen, naturblonden Frau im November 1988 in einer halbmetertiefen Grube entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Mord bereits bis zu zwei Jahre zurück, wie die Ermittlungen ergaben. Die Tote steckte in einem Jutesack und war vermutlich erwürgt worden. Um ihren Hals waren zwei Seile aus Kunststoff verknotet, wie sie im Wassersport üblich sind. Am Tatort lag ein abgerissener Zettel mit Stempel der Beratungsstelle für Geschlechtskrankheiten vom Gesundheitsamt Schöneberg
Bis heute rätseln die Ermittler, wer die Frau war und wer sie getötet hat. Der Fall wurde auf den Fahndungsseiten des BKA veröffentlicht. Außerdem war er am 13. September 2023 Thema in der Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“.
Die Polizei hat das Gesicht der Toten rekonstruiert und in der Hoffnung auf neue Hinweise Bilder veröffentlicht.

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Für Hinweise, die zur Aufklärung des Cold Case führen, wurde eine Belohnung von 2500 Euro ausgelobt. (Tsp)
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