Firma der Woche: Hannah & Paula's : Berlin kann auch Stulle mit Wein

Wein zum streichen, kochen, backen. Zwei Berliner Gründerinnen bringen edle Tropfen in neue Formen.

Die Gründerinnen Paula Lipovac (l.) und Johanna Kerschbaumer.
Die Gründerinnen Paula Lipovac (l.) und Johanna Kerschbaumer.Foto: promo

Mit ihrem Start-up Hannah & Paula’s haben sich Johanna Kerschbaumer und Paula Lipovac voll und ganz ihrer Liebe zu edlen Tropfen verschrieben: Sie kreieren Brotaufstriche aus Wein mit dem Markennamen „Cheers“. „Wir lieben Wein und wollten ihn nicht nur am Abend im Glas genießen“, erzählt Kerschbaumer. „Wir wollten ihn quasi alltagstauglich machen. Bei einem gemütlichen Abend mit einem guten Schluck im Glas war dann die Idee geboren.“

Auf die Theorie folgte die Praxis und das sei schwieriger gewesen als gedacht, erinnert sich die gelernte Köchin Paula Lipovac. „Bis wir die richtige Konsistenz hinbekommen haben, mussten wir viel experimentieren, schließlich gab es kein Rezept für unser Vorhaben.“ Nächtelang haben sie dann in der heimischen Küche nach der richtigen Zusammensetzung gesucht. „Wir wollten ein Produkt, das ohne industrielle Zusatzstoffe auskommt, das hat die ganze Sache erschwert“, erklärt Lipovac.

Heute gibt es die süße Sünde in fünf Geschmacksrichtungen: Cabarnet Sauvignon, Chardonnay, Merlot, Pinot Grigio und Rosé. „Besonders gut schmeckt Cheers auch zu Käse und zum Steak“, erklärt Johanna, „ähnlich wie Fruchtsenf“. Geeignet ist der Weinaufstrich aber genauso zum Backen und Kochen, beispielsweise um Soßen zu verfeinern oder einem Teig das gewisse Etwas zu verleihen. Ein paar ausgefallene Weinaufstrich-Rezepte gibt es auf ihrer Homepage zu finden: darunter Quarkkäulchen mit Merlot oder dunkle Bratensoße mit Cabernet Sauvignon. Weitere Rezepte werden folgen, verspricht Chefköchin Paula.

Vom Markt in die Läden

Erhältlich ist Cheers in neun Städten in Deutschland in Feinkostläden und natürlich im Onlineshop. „Wir haben uns bewusst dagegen entschieden unser Produkt bei den großen Handelsketten anzubieten“, erklärt Vertriebschefin Kerschbaumer. „Zum einen, weil wir etwas Besonderes bleiben wollen und zum anderen, weil unsere Produktion dafür noch viel zu klein ist.“

 Produziert wird schließlich jeder Aufstrich in der Berliner Küche, von Hand gerührt und abgefüllt. Sogar wer von beiden für das jeweilige Glas verantwortlich ist, steht oben auf dem Deckel.

Ein eigenes Geschäft ist derzeit nicht geplant. Auch wenn die Nachfrage größer ist als erwartet. „Das erste Mal haben wir unseren Weinaufstrich auf einem Berliner Weihnachtsmarkt angeboten“, erinnert sich Johanna Kerschbaumer an die Anfangstage. „Die 300 Gläser, die wir produziert hatten, waren bereits am Ende eines Tages aufgekauft.“ Daraufhin haben die beiden dann ihre Jobs gekündigt und sind ganz in die Produktion eingestiegen.

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