Firma der Woche: Sirplus : In diesen Märkten gibt's die besten Reste

Bei den Lebensmittelrettern von Sirplus bekommt krummes Obst und Gemüse eine zweite Chance. Allerdings steht das MHD hier auf dem Prüfstand.

Magdalena Thiele
Raphael Fellmer im Sirplus-Supermarkt in der Wilmersdorfer Straße.
Raphael Fellmer im Sirplus-Supermarkt in der Wilmersdorfer Straße.Foto: Tagesspiegel

Deutschland geht es gut – zu gut, könnte man bisweilen vermuten. Denn Tag für Tag werden im Land 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen – was einer Lkw-Ladung pro Minute entspricht.

Der Restesupermarkt „Sirplus“ tut etwas dagegen. „Der Name ist abgeleitet von dem englischen Surplus – was Überschuss bedeutet“, erklärt Gründer Raphael Fellmer. Angefangen in der Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg, betreibt Fellner seit Juli 2018 einen zweiten Markt in der Steglitzer Schloßstraße. Außerdem sind die Lebensmittelverkäufer freitags und samstags in der Markthalle Neun in Kreuzberg vertreten und betreiben einen Onlineshop. Das Konzept: Alles, was die Tafel beim Großhändler nicht mitnimmt, kauft Sirplus den Märkten ab.

Große Pläne

So bekommen eigentlich einwandfreie Produkte, die aber ihr Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, oder Obst und Gemüse, das es aufgrund von mangelndem guten Aussehen nicht in die Supermarktregale geschafft hat, eine zweite Chance. Ob die Lebensmittel trotz abgelaufenem Haltbarkeitsdatum noch gut sind, prüfen die Mitarbeiter selbst. Auch das Fleisch, das seit Neuestem im Sortiment ist, wird strengen Kontrollen unterzogen „Es kam noch nie vor, dass Kunden wegen der Lebensmittel Probleme hatten“, sagt Fellmer.

50 Mitarbeiter gehören schon zum Team und Sirplus will weiterwachsen: Ein zusätzlicher Standort soll noch dieses Jahr eröffnen. Außerdem will Fellmer bald eigene Sirplus-Produkte im Einzelhandel anbieten.

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