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Immer wieder kommt es in Berlin zu rechtsextremem Vandalismus, wie hier an einer Gedenkstätte am Nordbahnhof.
© dpa/Daniel Reinhardt

Im Berliner Südosten: Hakenkreuze in mehr als 80 Autos geritzt

Zuerst entdeckte ein Autofahrer am Donnerstag das eingekratzte Symbol auf seiner Motorhaube. Seitdem meldeten sich unzählige weitere Betroffene bei der Polizei.

Unbekannte haben bei zahlreichen Autos im Südosten Berlins Hakenkreuze in den Lack geritzt. „Seit Donnerstag sind uns 81 Fälle gemeldet worden. Es können noch mehr werden, weil manche Besitzer die Schäden erst jetzt entdecken“, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag.

Ein Autofahrer hatte am Donnerstag gegen 11.30 Uhr ein eingekratztes Hakenkreuz auf der Motorhaube seines Wagens im Ortsteil Niederschöneweide bemerkt. Auch auf zwei weiteren Wagen in der Köllnischen Straße entdeckte der Mann demnach Hakenkreuze.

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Am Donnerstagabend wurde den Beamten ein weiteres Auto in der Rudower Straße gemeldet, das gleiche Beschädigungen aufweist. Seitdem hätten sich unzählige weitere Autobesitzer gemeldet, sagte die Sprecherin. „Es sind immer eingeritzte Hakenkreuze. Andere Beschädigungen liegen nicht vor.“

Der Hintergrund und die Täter sind demnach unbekannt. „Die Ermittlungen laufen. Es geht um Sachbeschädigung und um das Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen“, erklärte die Polizeisprecherin. (dpa)

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