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Handball-EM: Gislason findet Hannings Kritik am EM-Kader „ungewöhnlich“
Dass Berlins Handball-Profi Tim Freihöfer nicht im deutschen EM-Kader steht, kritisiert Füchse-Boss Bob Hanning scharf. Nun reagiert Bundestrainer Alfred Gislason.
Stand:
Handball-Bundestrainer Alfred Gislason hat seine EM-Entscheidung gegen den Berliner Profi Tim Freihöfer verteidigt und sich verwundert über die Kritik von Füchse-Boss Bob Hanning gezeigt. „Jeder sieht seinen Verein aus eigener Perspektive. Es ist aber schon ungewöhnlich, dass ein anderer Nationaltrainer unsere Entscheidungen öffentlich kritisiert“, sagte der Isländer der „Bild am Sonntag“.
Hanning ist nicht nur Geschäftsführer des deutschen Meisters Füchse Berlin, sondern auch Nationaltrainer der Italiener. Dass sich Gislason auf Linksaußen für die Routiniers Rune Dahmke und Lukas Mertens und gegen Freihöfer entschieden hatte, gefiel dem früheren Vizepräsidenten des DHB gar nicht. „Hier ist alles außer Kraft gesetzt worden, was Fairness und Inhalt angeht“, kritisierte der 57-Jährige.
Gislason: Andere Funktionäre hätten ähnlich reagieren können
Genau wie Torhüter Lasse Ludwig hatte Freihöfer noch im vorläufigen 35er-Aufgebot gestanden. Den Sprung in den finalen Kader für die Endrunde vom 15. Januar bis 1. Februar 2026 in Dänemark, Norwegen und Schweden schafften aus Berliner Sicht aber nur Spielmacher Nils Lichtlein und Abwehrspezialist Matthes Langhoff.
„Freihöfer hat bei uns eine gute Rolle gespielt, als er da war. Aber er spielt aktuell keine so starke Saison wie im vergangenen Jahr. Bob Hanning setzt sich sehr für seine Berliner Spieler ein, das kenne ich von ihm. Andere Funktionäre hätten ähnlich reagieren können, sind damit aber nicht an die Öffentlichkeit gegangen“, befand Gislason und erklärte, dass Dahmke dem Team aktuell mehr geben könne.
Der Bundestrainer und seine Schützlinge bekommen es in der Vorrunde im dänischen Herning mit Österreich, Serbien und Spanien zu tun. Zuvor testet das DHB-Team am 8. und 11. Januar gegen Kroatien.
© dpa-infocom, dpa:260104-930-495956/1
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