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21.04.2019, Berlin, Deutschland - Foto: Turm der evangelischen Kaiser-Friedrich-Gedaechtniskirche, KFG, in der Haendelallee 20 im Berliner Ortsteil Hansaviertel. Der modernen Kirchenbau des Architekten Ludwig Lemmer stammt aus dem Jahr 1957. Als Hansaviertel wird die Mustersiedlung Suedliches Hansaviertel zwischen dem Grossen Tiergarten und der Trasse der Stadtbahn bezeichnet. Das Suedliche Hansaviertel wurde 1953 geplant und im Rahmen der Internationalen Bauausstellung Interbau von 1957, in den Jahren von 1955 bis 1960 realisiert. Es gilt als Demonstrationsobjekt moderner Stadtplanung und Architektur jener Zeit. *** 21 04 2019 Berlin Germany Photo Tower of the Protestant Emperor Friedrich Gedaechtniskirche KFG in Haendelallee 20 in the Berlin district of Hansaviertel The modern church building by the architect Ludwig Lemmer dates from 19

© Imago/Reiner Zensen

„Jeder einzelne Austritt schmerzt uns“: Evangelische Kirche in der Region verliert 30.000 Mitglieder – dafür mehr Taufen

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz verzeichnet einen Mitgliederverlust von 3,4 Prozent. Die Zahl der Taufen und Konfirmationen stieg.

Stand:

Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat binnen eines Jahres fast 30.000 Mitglieder verloren. Ende 2022 gehörten ihr noch 833.254 Menschen an, nach 862.581 ein Jahr zuvor, wie die EKBO am Dienstag aus vorläufigen Zahlen meldete. Im Vergleich zu 2021 lag das Minus bei 3,4 Prozent. Dabei verzeichnete die EKBO 43,9 Prozent mehr Taufen; ihre Zahl stieg auf insgesamt 4237 (2021: 2944). Die Zahl der Konfirmationen stieg um 2,2 Prozent auf nun 4430, wie es weiter hieß.

Als Gründe für Austritte sieht die Kirche, dass Religion für viele Menschen keine Rolle spiele. Genannt werden zudem fehlende Bindung an Institutionen, finanzielle Engpässe durch Krisen wie Ukrainekrieg, Klimafragen und Inflation oder auch komplizierte Verwaltungsakte bei kirchlichen Angelegenheiten.

„Jeder einzelne Austritt schmerzt uns, schmerzt mich“, sagte Bischof Christian Stäblein. „Wir gehen nach und fragen, wie wir die Menschen als Kirche besser erreichen können.“

Obwohl die Bindung an Institutionen abnehme, suchten Menschen spirituellen und geistigen Beistand. „Die Frage nach Sinn treibt die Menschen um, die Suche nach Frieden nicht weniger, gerade jetzt während des Krieges in der Ukraine“, meinte Stäblein. Die EKBO verändere sich und reagiere mit alternativen Gottesdienstformen oder kreativen Angeboten wie Pop-up-Hochzeiten, Segnungszeremonien oder alternativen Tauffesten. (dpa)

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