• Jochen Arntz und Elmar Jehn gehen: „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ bekommen neuen Chefredakteur

Jochen Arntz und Elmar Jehn gehen : „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“ bekommen neuen Chefredakteur

Alleiniger Chefredakteur beider Blätter ist ab sofort Matthias Thieme. Im Herbst hatten die Unternehmer Silke und Holger Friedrich die Lokalzeitungen gekauft.

Die beiden Regionalzeitungen gehören dem Unternehmerpaar Silke und Holger Friedrich.
Die beiden Regionalzeitungen gehören dem Unternehmerpaar Silke und Holger Friedrich.Foto: Sophia Kembowski/dpa

Die „Berliner Zeitung“ und der „Berliner Kurier“ bekommen eine neue Spitze: Der erst kürzlich zum Chefredakteur mit Schwerpunkt für digitale Produkte bei der „Berliner Zeitung“ berufene Matthias Thieme wird mit sofortiger Wirkung alleiniger Chefredakteur beider Blätter.

Die bisherigen Chefredakteure Jochen Arntz („Berliner Zeitung“) und Elmar Jehn („Berliner Kurier“) „werden das Unternehmen verlassen und sich neuen Aufgaben widmen“, wie der Berliner Verlag am Montag der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Thieme wird den Angaben zufolge mit Herausgeber Michael Maier die Weiterentwicklung der Print- und Online-Ausgaben vorantreiben.

Im Dezember war bekanntgeworden, dass der 1974 geborene Thieme als Co-Chef der „Frankfurter Neuen Presse“ die Tageszeitung verlässt und in die Chefredaktion der „Berliner Zeitung“ mit Wirkung zum 1. Februar wechselt.

In der Mitteilung hieß es weiter: „Der Berliner Verlag dankt Jochen Arntz und Elmar Jehn für die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit und ihr Engagement für die Titel des Verlags. Der Verlag würdigt insbesondere ihren Beitrag in der Phase des Übergangs des Berliner Verlages aus der DuMont-Mediengruppe in ein unabhängiges Berliner Medienhaus.“

Der Deutsche Journalisten-Verband äußerte sich am Montag kritisch zu der Personalentscheidung: „Das Personalkarussell beim Berliner Verlag nimmt immer mehr Fahrt auf. Seit das Unternehmerehepaar Friedrich an der Spitze steht, herrscht bei der einstmals renommierten Hauptstadtzeitung ein reges Kommen und Gehen", sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner. "Die ständigen Zu- und Abgänge tun einem Blatt vor allem dann nicht gut, wenn sich die Spitze mehr mit der eigenen Vergangenheit beschäftigen muss als mit der Zukunft der Zeitung.“

Im Herbst hatte die Kölner Mediengruppe DuMont die beiden Regionalblätter an das Unternehmerehepaar Silke und Holger Friedrich verkauft, die bis dahin nicht als Verleger tätig gewesen waren. Damals hatte es seitens des Verlags geheißen, dass Arntz und Jehn Chefredakteure der Blätter bleiben sollen. Jehn war 2015 zum Chefredakteur des „Berliner Kuriers“ berufen worden. Im Folgejahr übernahm Arntz den Chefposten bei der „Berliner Zeitung“. (dpa)

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