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Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung. (Archivbild)

© Gregor Fischer/dpa

Update

Klinik wehrt sich vor Gericht: Verdi ruft Berliner DRK-Personal zum zweitägigen Streik auf

Seit vergangenem Jahr laufen die Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und den DRK-Kliniken. Jetzt soll gestreikt werden. Doch es gibt Streit über die Notdienstvereinbarung.

Stand:

Die Gewerkschaft Verdi ruft rund 2500 Beschäftigte der Berliner DRK-Kliniken am Dienstag und Mittwoch zum Streik auf. Die DRK-Kliniken haben dagegen jedoch eine einstweilige Verfügung beim Arbeitsgericht eingereicht,  über die am Dienstag verhandelt werden soll, wie eine Gerichtssprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Der Streikaufruf richtet sich an alle nichtärztlichen Beschäftigten. Das sind vor allem Pflegefachkräfte, aber zum Beispiel auch Therapeutinnen oder Handwerker. Verdi-Verhandlungsführerin Gisela Neunhöffer geht davon aus, dass sich mehrere Hundert Beschäftigte am Streik beteiligen.

Aus Sicht des Unternehmens gefährdet die von Verdi vorgeschlagene Notdienstvereinbarung die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Sie beschränke sich im Wesentlichen auf die Behandlung von lebensbedrohlichen Notfällen, so die Kritik. „Die DRK Kliniken Berlin respektieren das Streikrecht der Beschäftigten ausdrücklich. Gleichzeitig tragen sie eine besondere Verantwortung für die ihnen anvertrauten Patientinnen und Patienten“, hieß es in einer Mitteilung.

Kritik wegen „utopischer Personalbesetzung“

Die Gewerkschaft hingegen wirft der Geschäftsführung vor, eine utopische Personalbesetzung während des Streiks einzufordern, die teilweise über der Regelbesetzung liege. „Das ist nicht angemessen. Das nimmt den Leuten ihr Streikrecht und verweigert ihnen, eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe“, sagte Neunhöffer.

Auch wenn die Gerichtsentscheidung noch aussteht, solle der Streik am Dienstag wie geplant gegen 5.30 Uhr beginnen. Alle planbaren und ambulanten Fälle müssen aus Sicht von Verdi ausfallen.

Man werde sich auf jeden Fall an die vorgeschlagenen Notdienste halten und dafür sorgen, dass dringende Notfälle versorgt würden, das gelte natürlich auch für mögliche Notfälle aufgrund von Glatteis. Während eines Streiks könnten Patienten auch an andere Krankenhäuser verwiesen werden, und nicht dringende Operationen verschoben werden.

Die Tarifverhandlungen zwischen Verdi und den DRK-Kliniken laufen seit Juli 2025, Ende Dezember 2025 endete die Friedenspflicht. Das aktuelle Angebot sieht Vergütungssteigerungen in Höhe von 6 Prozent innerhalb von drei Jahren, eine Einmalzahlung von 250 Euro sowie eine Arbeitszeitverkürzung auf 38,5 Stunden pro Woche ohne Gehaltseinbußen vor. Verdi fordert eine Erhöhung von fünf Prozent im Jahr 2026 und eine weitere Erhöhung um fünf Prozent im Jahr 2027.

Die DRK Kliniken Berlin betreiben vier Krankenhäuser, ein Hospiz und eine stationäre Pflegeeinrichtung. (dpa)

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