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Tat im Wahn. Der Amokfahrer von der Tauentzienstraße soll an einer paranoiden Schizophrenie leiden. Er wurde in die Psychiatrie eingewiesen.
© Foto: dpa/Christoph Soeder
Update

Lehrerin getötet und 32 Menschen in Berlin verletzt: 29-Jähriger soll nach Todesfahrt an Gedächtniskirche in Psychiatrie

Bei einer Amokfahrt tötete ein Mann eine Lehrerin und verletzte Dutzende Menschen. Nun hat die Generalstaatsanwaltschaft Berlin die Unterbringung des Fahrers in einer Psychiatrie beantragt.

| Update:

Annähernd fünf Monate nach der Amokfahrt eines Autofahrers nahe der Berliner Gedächtniskirche hat die Berliner Staatsanwaltschaft die Unterbringung des mutmaßlichen Täters in der Psychiatrie in einem sogenannten Sicherungsverfahren beantragt.

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Ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten legt die Schuldunfähigkeit des 29-jährigen Tatverdächtigen nahe. Die Staatsanwaltschaft habe deshalb einen Antrag im sogenannten Sicherungsverfahren beim Landgericht Berlin eingereicht, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Ein solches Verfahren wird angestrebt, wenn der mutmaßliche Täter etwa wegen einer psychischen Erkrankung während der Tat schuldunfähig gewesen sein könnte. Sollte sich die Schuldunfähigkeit des Mannes in der Hauptverhandlung bewahrheiten, „bestünde keine strafrechtliche Verantwortlichkeit“, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

In diesem Fall strebe sie an, dass der Beschuldigte in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werde. Es sei zu befürchten, dass er ohne Behandlung weitere gefährliche Taten begehen werde. 

Der Mann war am 8. Juni auf dem Kurfürstendamm und der Tauentzienstraße in der Nähe von Bahnhof Zoo und Gedächtniskirche mit einem Auto in zwei Menschengruppen gefahren. Dabei waren eine Frau getötet und 32 Menschen verletzt worden. Besonders betroffen war eine Schulklasse aus Hessen: Die Lehrerin starb, ein Lehrer sowie sieben Schüler mussten schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 29 Jahre alten Deutsch-Armenier Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor. (Tsp/AFP/dpa)

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