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Nach Stromausfall: Berliner Polizeieinsatz nach Anschlagsdrohung ohne Ergebnis
Nach dem großen Blackout in der Hauptstadt kursiert zeitweise erneut ein verdächtiges Schreiben. Die Polizei rückt mit Experten des Stromnetzbetreibers aus.
Stand:
Wenige Tage nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten hat eine Anschlagsdrohung einen Polizeieinsatz in Marzahn-Hellersdorf ausgelöst. Die Polizei überprüfte dort mit dem Betreiber Stromnetz „alle wichtigen, infrage kommenden Bereich vorsichtshalber“, wie ein Polizeisprecher sagte. „Dabei ist nichts festgestellt worden.“
Nach dpa-Informationen wurden elf Stellen überprüft. Der Polizeisprecher nannte keine konkrete Zahl. Er sprach von einer niedrigen zweistelligen Anzahl. Auch die Senatsinnenverwaltung bestätigte die Überprüfung. „Es gab keine Feststellungen“, sagte eine Sprecherin.
Zuvor hatten „Bild“ und „B.Z.“ berichtet. In der Nacht zu Donnerstag war demnach auf der Internetplattform „Indymedia“ die Ankündigung einer sogenannten Vulkangruppe aufgetaucht, wonach Stromleitungen in den östlichen Bezirken angegriffen werden sollen. Später verschwand das Schreiben aus dem Netz.
Polizei prüft Schreiben
Wie der Polizeisprecher sagte, prüft die Polizei das Schreiben. Dabei geht es um die Authentizität und einen möglichen Zusammenhang zu dem Schreiben, das nach dem Stromausfall vom Wochenende als authentisch eingestuft worden war. Darin hatte eine linksextremistische Vulkangruppe den Brandanschlag auf Hochspannungsleitungen im Südwesten der Hauptstadt für sich reklamiert.
Die Sprecherin der Innenverwaltung verwies darauf, dass der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen habe. Bisherige Ermittlungsergebnisse flössen in die Bewertung solcher Schreiben ein.
© dpa-infocom, dpa:260108-930-516558/1
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