Vierter Fall binnen eines Monats : Auto eines AfD-Vermieters angezündet

Das Fahrzeug des AfD-Anhängers Andreas Geithe wurde in Blankenburg in Brand gesteckt. Geithe vermietet regelmäßig Räumlichkeiten an die AfD Pankow.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: Roland Weihrauch

In der Nacht zum Ostermontag brannte in Alt-Blankenburg im Bezirk Pankow das Auto des AfD-Anhängers Andreas Geithe. Linksextremisten haben sich zu der Tat bekannt. Geithe, der sich selbst in Anspielung an Adolf Hitler "Gröfaz" bezeichnet, ist Vermieter von Räumlichkeiten an die AfD Pankow sowie an mehrere Mitglieder der Abgeordnetenhausfraktion aus dem Bezirk.

Nach Angaben der Polizei bemerkten Zeugen kurz vor 4 Uhr morgens das Feuer an dem Ford und alarmierten die Einsatzkräfte. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Der Wagen wurde komplett zerstört. Außerdem wurde ein danebenstehender Mercedes Sprinter beschädigt.

Andreas Geithe (rechts) stellt der AfD regelmäßig Räumlichkeiten zur Verfügung.
Andreas Geithe (rechts) stellt der AfD regelmäßig Räumlichkeiten zur Verfügung.Foto: Oskar Schwarz

Auf der auch von Linksextremisten genutzten Plattform Indymedia.org reklamierten die anonymen Verfasser eines Beitrags unter dem Titel „Antifaschistischer Anschlag auf die AfD“ die Tat für sich. Der Polizeiliche Staatsschutz prüft ein politisches Tatmotiv.

Es ist der vierte Brandanschlag auf AfD-Fahrzeuge innerhalb eines Monats. Erst am 6. April ist das Auto des AfD-Schatzmeisters Frank-Christian Hansel angesteckt worden. Auch in diesem Fall gab es ein Bekennerschreiben auf Indymedia.org.

Geithe verlor Anfang März den Status als Förderer der Berliner AfD. Das hatten die Mitglieder des Notvorstands der Partei beschlossen. An einer Zusammenarbeit hält der Bezirksvorstand trotzdem weiter fest. Auslöser ist Geithes politische Vergangenheit.

1992 hatte Geithe einen Aufnahmeantrag für die rechtsextreme Partei „Nationalistische Front“ (NF) unterzeichnet. Die Organisation war kurz darauf verboten worden. Geithe, der Berichte über seine NF-Mitgliedschaft stets bestritten hatte, gab später die Echtheit der Dokumente zu. (Tsp)