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Landgericht Berlin am Tegeler Weg
© imago images/STPP

Angeklagter gesteht vor Landgericht Berlin: Prozess nach Überfall mit Samuraischwert in Prenzlauer Berg

Der Angeklagte soll eine Kassiererin mit einem Samuraischwert bedroht haben und verletzte einen Security-Mitarbeiter. Vor Gericht zeigte er sich reumütig.

Nach einem Überfall mit einem Samuraischwert in einem Supermarkt in Berlin-Prenzlauer Berg hat der Prozess gegen einen 35-Jährigen begonnen. Der Angeklagte soll eine Kassiererin mit einem japanischen Kurzschwert bedroht und dann auf der Flucht einen Security-Mitarbeiter leicht verletzt haben.

Der 35-Jährige erklärte am Montag vor dem Landgericht Berlin, er habe die Tat „leider begangen“. Er sei stark alkoholisiert gewesen. Zur Verletzung des Sicherheitsmitarbeiters sei es ungewollt im Gerangel gekommen.

Der Angeklagte war laut Ermittlungen im Februar dieses Jahres an eine Kasse herangetreten, hatte sich über die Plexiglastrennscheibe gelehnt und der Kassiererin einen Beutel zugeworfen. Er habe Geld gefordert und gedroht, sie andernfalls „abzustechen“. Das Samuraischwert mit einer 22 Zentimeter langen Klinge habe er in Richtung des Gesichts der 21-jährigen Frau gehalten, um sie einzuschüchtern.  

Als der 35-Jährige mit 160 Euro Beute fliehen wollte, sei er am Ausgang von einem Security-Mitarbeiter festgehalten worden. 

Der 35-Jährige sagte weiter, er habe damals eine Wohnung gesucht und „permanent in der Angst gelebt, auf der Straße zu landen“. Er sei einige Stunden vor der Tat bei einer Wohnungsbesichtigung gewesen und habe danach mit einem Bekannten gezecht

Auf dem Heimweg sei er auf die Idee gekommen, den Supermarkt zu überfallen. Er habe die Kassiererin aber nicht mit dem Tode bedroht. „Ich zeigte ihr das Messer nur“, erklärte der gelernte Mechaniker.  

Der Angeklagte befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft. Der Prozess wegen schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung wird am 28. Juli fortgesetzt. (dpa)

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