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Rapper Shindy (l.) verweigerte als Zeuge die Aussage.
© dpa / Monika Skolimowska

Prozess gegen Abou-Chaker in Berlin: Rapper Shindy schweigt im Zeugenstand

Eigentlich sollte Shindy im Prozessgegen Clanchef Arafat Abou-Chaker aussagen. Doch der Rapper schweigt - und nimmt dafür ein Ordnungsgeld in Kauf.

Der Rapper war aus München angereist, doch er kam, um zu schweigen: Michael „Shindy“ Schindler hat im Prozess gegen Arafat Abou-Chaker als Zeuge komplett eine Aussage verweigert – mit Hinweis auf ein Steuerstrafverfahren, das gegen ihn laufe

Dabei gehe es um Geschäftsbeziehungen zu Arafat Abou-Chaker und zu Bushido. Einige Frage aber hätte der 33-Jährige aus Sicht der Richter beantworten müssen. Sie verhängten ein Ordnungsgeld in Höhe von 1000 Euro, ersatzweise acht Tage Ordnungshaft.

Der Anwalt von Shindy legte Beschwerde ein. Die Anklägerin hatte sogar sechs Monate Beugehaft beantragt. Das Gericht stellte die Entscheidung darüber zurück.

Seit August 2020 sitzen sich Bushido, mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi, und sein langjähriger Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker im Gerichtssaal gegenüber.

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Es geht um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil von Rapper Bushido nachdem dieser im September 2017 die Geschäftsbeziehungen zum Clan-Chef aufgelöst hatte.

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Dieser soll die Trennung nicht akzeptiert und ein Millionenvermögen verlangt haben. Dabei sei der Musiker im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Stuhl und Wasserflasche attackiert worden.

Am inzwischen 75. Prozesstag saß Bushido (43) mal wieder mit im Saal. Er ist wichtigster Zeuge und Nebenkläger. In einer Woche wird er wohl erneut als Zeuge befragt werden. Es soll dann um eine brisante Tonaufnahme gehen.

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