Tag des Baumes : Naturschutzbund fordert Berliner zum Bäumegießen auf

Rund 430.000 Straßenbäume brauchen Unterstützung. Wegen der anhaltenden Trockenheit fordert der Naturschutzbund die Berliner auf, mit der Kanne nachzuhelfen.

Die anhaltende Trockenheit macht den Berliner Grünanlagen zu schaffen. Wer helfen will, kann selbst zur Gießkanne greifen.
Die anhaltende Trockenheit macht den Berliner Grünanlagen zu schaffen. Wer helfen will, kann selbst zur Gießkanne greifen.Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Der Berliner Naturschutzbund hat alle Bürger bei der anhaltenden Trockenheit zum Gießen der Straßenbäume aufgerufen. Ein paar Gießkannen Wasser pro Tag könnten den entscheidenden Unterschied machen, sagte die Geschäftsführerin des Verbandes in Berlin, Jutta Sandkühler, zum Tag des Baumes an diesem Samstag. Viele Berliner hätten gerade mehr Zeit. Eine Devise könne deshalb heißen: Ran an den Wasserhahn.

An Berlins Straßen stehen nach Angaben des Senats rund 430.000 Bäume. Die Senatsverwaltung für Umwelt hat bereits alle Bezirksämter dazu aufgerufen, zusätzliches Geld bei der anhaltenden Trockenheit für die Bewässerung des Stadtgrüns einzusetzen. Allein im Jahr 2020 stünden zusätzliche Mittel in Höhe von rund 22 Millionen Euro für mehr Grünflächenpflege, Baumpflege und Neupflanzungen zur Verfügung.

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Damit sei die Grundlage für die Bezirke geschaffen, auch in der Corona-Krise mit der Wetterlage umzugehen. Zusätzlich könne auch die Berliner Stadtreinigung mit weiteren Bewässerungsleistungen beauftragt werden. Private Initiative sei darüber hinaus sehr zu begrüßen. Das Bezirksamt Mitte machte auch über Twitter auf das Thema aufmerksam.

In Berlin hat es im März und April wochenlang kaum geregnet. Die anhaltende Trockenheit ist nach den beiden zurückliegenden Jahren mit Hitzesommern und langen Dürreperioden ein ernstes Problem für das Stadtgrün.

Nach dem jüngsten Waldzustandsbericht vom November 2019 zeigten auch bereits neun von zehn Waldbäumen Schäden durch extreme Trockenheit. In der Hauptstadt sind rund 16.000 Hektar des Gebiets mit Wald bedeckt. Das sind etwa 18 Prozent der Fläche. (dpa)

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