• Untersuchung von Greenpeace: Berlin investiert zu wenig in die Sicherheit von Radfahrern

Untersuchung von Greenpeace : Berlin investiert zu wenig in die Sicherheit von Radfahrern

Der Umweltband übt Kritik an der Radinfrastruktur in deutschen Großstädten. Europäische Städte wie Kopenhagen investieren seit Jahren mehr Geld.

Viele deutsche Großstädte geben zu wenig Geld für den Ausbau des Radverkehrs aus.
Viele deutsche Großstädte geben zu wenig Geld für den Ausbau des Radverkehrs aus.Foto: Sina Schuldt/dpa

Berlin und fünf andere große deutsche Städte investieren aus Sicht von Greenpeace viel zu wenig Geld in die Sicherheit ihrer Radfahrer. Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Untersuchung des Umweltverbandes.

Berlin gab im Durchschnitt 4,70 Euro pro Einwohner und Jahr für den Radverkehr aus. Damit liegt die Hauptstadt in Deutschland auf Platz zwei hinter Stuttgart (fünf Euro). Auf dem dritten Platz: Frankfurt mit 4,30 Euro. Danach kommen Hamburg mit 2,90 Euro, Köln mit 2,80 Euro und als Schlusslicht München mit nur 2,30 Euro.

Doch andere europäische Städte investieren seit Jahrzehnten ein Vielfaches davon. Zum Vergleich: Amsterdam gibt laut Greenpeace 11 Euro aus, Kopenhagen sogar 35,60 Euro. Und das wirkt sich positiv aus. In diesen Städten werde deutlich mehr Rad gefahren, betont der Verband. Gleichzeitig verunglückten die Radfahrer aber auch etwa zehnmal seltener.

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Mit Pro-Kopf-Investitionen in der Größenordnung von 100 Euro könnten deutsche Städte ihren enormen Rückstand in der Radinfrastruktur aufholen, meint Greenpeace. Wäre das Radfahren sicherer, dann würden deutlich mehr Menschen mit dem Rad fahren. Das könnte dabei helfen, die Verkehrs- und Luftprobleme in den Städten zu lösen. (dpa)

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