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Eine Angehörige des Karo-Stammes mit Kleinkind im südlichen Äthiopien.
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Erziehungsgeheimnisse indigener Kulturen: Wie Kinder freiwillig im Haushalt helfen und teilen lernen

Bei den naturnahen Völkern helfen Kinder öfter, teilen mehr und wirken auch sonst glücklicher. Was können wir von deren Erziehungsgeheimnissen lernen?

Als die US-amerikanische Journalistin Michaeleen Doucleff im Frühjahr 2018 für eine Radioreportage auf der Halbinsel Yucatán ein Maya-Dorf besucht, beobachtet sie etwas, das ihr als junge, westlich geprägte Mutter die Sprache verschlägt. Sie sieht ein zwölfjähriges Mädchen, das freiwillig in der Küche der Familie das Geschirr spült. Niemand hatte sie dazu aufgefordert oder darum gebeten. Dazu erklärt ihr die Maya-Mutter, dass ihre Tochter öfter mal das ganze Haus putze, einfach nur, wenn sie sehe, dass etwas unordentlich sei. Wie kann das sein, fragte sich Doucleff später auf ihrem Rückflug in die Heimat.

Was Doucleff ebenfalls über Tage beobachtet: Die Kinder der Mayas streiten seltener, teilen unaufgefordert mit ihren Geschwistern und gehen, altersunabhängig, stets empathisch miteinander um. Das ganze Dorf erscheint Doucleff in einem harmonischen Einklang: Jeder hilft jedem, Missgunst oder Streit gibt es nicht.

Wie schaffen es westliche Eltern, so gelassen zu bleiben wie die Mayas?

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