Zur Kritik an RB-Karikatur : 1. FC Union Berlin will keine Zensur im Stadionprogramm

Leipzig-Fans hatten Anstoß an einer Karikatur im Union-Stadionmagazin genommen. Sprecher Christian Arbeit verweist auf die Unabhängigkeit der Macher.

Das Stadion an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick war voll besetzt beim Spiel gegen RB-Leipzg.
Das Stadion an der Alten Försterei in Berlin-Köpenick war voll besetzt beim Spiel gegen RB-Leipzg.Foto: Matthias Koch

Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin hat nach Kritik von Fans des Kontrahenten RB Leipzig an einer Karikatur im Stadionheft die redaktionelle Unabhängigkeit der Macher betont. Anhänger der Sachsen hatten sich unter anderem in sozialen Netzwerken über einen Cartoon aufgeregt, auf dem ein Logo mit zwei Ratten und dem Schriftzug „RattenBall Leipzig“ zu sehen ist. „Das Stadionprogramm wird seit Jahren von einer Fan-Redaktion gestaltet, wir zensieren die Inhalte nicht“, sagte Union-Sprecher Christian Arbeit der „Bild“-Zeitung.

RB-Sprecher Florian Scholz erklärte: „Das bedarf keines Kommentars. Wir zeigen als junger und sehr familiärer Club an über dreihundert Standorten in ganz Sachsen, wofür wir stehen und Haltung zeigen: Toleranz, Respekt, Offenheit und Vielfalt“.“ Ein Nutzer, der Teile des Bildes auf Twitter veröffentlichte, kommentierte dazu: „Das 8:0 holen wir im Rückspiel nach.“

Die Mehrheit der Fans von Liga-Neuling 1. FC Union Berlin hatte vor der 0:4-Niederlage am Sonntag wie geplant die ersten 15 Minuten geschwiegen. Damit protestierten die Anhänger am Sonntagabend gegen den Auftaktgegner RB Leipzig. Dieser gilt in Berlin-Köpenick als Auswuchs der Kommerzialisierung des Fußballs. (dpa)

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