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„Ach komm, ist doch nicht so schlimm!“

© Getty Images/Westend61/Westend61

Tagesspiegel Plus

„Ach komm, ist doch nicht so schlimm!“: Warum man diesen Satz niemals sagen sollte

Wer ständig wegen Nichtigkeiten streitet, der sollte es mit Validieren probieren, sagt Psychotherapeutin Katharina Henz. Und erklärt, wie damit echter Austausch gelingt.

Stand:

Frau Henz, Sie haben ein ganzes Buch geschrieben über die Notwendigkeit, andere Menschen zu sehen, anzuhören und deren Gefühle zu akzeptieren. Versteht es sich nicht von selbst, dass man sich so verhält?
Nein, leider nicht. Weil wir im Kopf ständig mit uns selbst beschäftigt sind, ist es gar nicht so einfach, dem anderen zuzuhören, seine Befindlichkeit und seine Wirklichkeit gelten zu lassen. Wenn der Partner sagt: „Musst du schon wieder die Kühlschranktür offenlassen?“, dann werden Sie wahrscheinlich patzig antworten und nicht sagen: „Ich kann schon verstehen, dass dich das nervt“. Es passiert uns ständig, dass wir nicht wirklich verstehen wollen, was der andere denkt und fühlt.

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