Alternative für Kurzparker in Cloppenburg : Sanduhr statt Parkschein ist ein voller Erfolg

Seit Mai können Cloppenburger für schnelle Besuche beim Bäcker oder Zeitungsladen 15 Minuten umsonst parken. Jetzt haben auch andere Kommunen Interesse.

Ein Blick auf eine Sanduhr an der Scheibe eines parkenden Autos.
Ein Blick auf eine Sanduhr an der Scheibe eines parkenden Autos.Foto: dpa

Einen guten Monat nach der Einführung von Sanduhren für Kurzparker in Cloppenburg zieht die Verwaltung der Kreisstadt ein positives Fazit. „Wir hatten 2500 Sanduhren gekauft, das hat drei Werktage gedauert, dann waren die weg“, sagte Fachbereichsleiter Reinhard Riedel aus dem Rathaus. Seit Mai können Bürger für schnelle Besuche beim Bäcker oder dem Zeitungsladen eine Sanduhr benutzen. Damit können sie 15 Minuten umsonst parken.

Notwendig sind dazu spezielle Sanduhren, die es für drei Euro im Bürgeramt gibt. Von den Bürgern gebe es fast nur positives Feedback, sagte Riedel. Es habe aber auch eine Beschwerde gegeben, weil die Uhr nicht 15 Minuten lief, sondern nur 14 Minuten und 30 Sekunden.

Benachbarte Kommunen haben demnach bereits Interesse an der Sanduhr-Lösung bekundet. An sie sei Infomaterial und ein Muster der Sanduhr geschickt worden, so Riedel.

Im bayerischen Volkach ist das Parken mit einer Sanduhr schon seit Jahren möglich, ebenso in Kirchheim unter Teck in Baden-Württemberg. In der Ruhrgebietsstadt Datteln gab es schon einen Rechtsstreit darum, ob das Kurzzeitparken mit einer Sanduhr überhaupt zulässig ist. (dpa)

13 Kommentare

Neuester Kommentar