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Ein Ukrainer fährt am 27. Juni 2022 an einem brennenden Haus in der Nähe von Bachmut vorbei.
© Foto: Bulent Kilic/AFP
Tagesspiegel Plus

Der Ukrainekrieg in Sozialen Medien: Grausamkeit wird konsumierbar

Täglich gibt es brutale Aufnahmen aus der Ukraine. Doch Voyeurismus ist gefährlich, denn die Bilderflut droht den Krieg unsichtbar werden zu lassen. Ein Kommentar.

Ein Kommentar von Hannes Soltau

Als der Beat einsetzt, explodiert der russische Panzer in einer gigantischen Feuerwolke. Die Szene stammt aus einem von tausenden Videos aus der Ukraine, die derzeit in sozialen Netzwerken kursieren. Videos, in denen Kriegsszenen mit Popsongs unterlegt und deren Kommentarspalten mit lachenden Emojis gefüllt sind. Wo selbst unter Bildern von verstümmelten Leichen wüste Schmähungen und Beifallsbekundungen zu finden sind. Als sei dort bloß eine alberne Tanzeinlage auf TikTok zu sehen.

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