zum Hauptinhalt
Carbonara im Ripieno

© Marianne Rennella

Tagesspiegel Plus

Pasta-Genuss, fast wie in Rom: Wo man in Berlin perfekte Carbonara bekommt

Oft missverstanden: In die Sauce gehören weder Sahne, Schinken noch Parmesan. Sechs Restaurants, die den „Cucina poplare“-Klassiker besonders köstlich servieren.

Von Marianne Rennella

Stand:

Nördlich der Alpen entsteht bisweilen der Eindruck, eine Pasta Carbonara könne auf viele unterschiedliche Arten zubereitet werden. Mal wird Schinken verwendet, mal Parmesan drübergerieben, im schlimmsten Fall mit Sahne abgeschmeckt. Dabei kommen in eine echte (was auch immer das im Detail heißen mag) Carbonara ausschließlich Eigelb, Pecorino, Guanciale, also Schweinebacke (nicht geräuchert), schwarzer Pfeffer und etwas Nudelwasser. In Italien ist diese Zutatenliste quasi heilig.

Bei mir auch. Das hat mehrere Gründe. Dass Teile meiner Familie aus Italien kommen, spielt eine große Rolle, und dass Rom meine Lieblingsstadt ist, in die ich regelmäßig reise, eine noch größere. Die Carbonara ist ein Klassiker der Cucina popolare, also der einfachen, italienischen Küche, und wer sie dort einmal gegessen hat, wird weder den Geschmack noch das Gefühl vergessen, in einer lebendigen Trattoria vor einem dampfenden Teller Nudeln zu sitzen.

Aber: Auch in Berlin ist man gar nicht mehr allzu weit entfernt von einer gelungenen Carbonara-Erfahrung. Ich würde sogar so weit gehen und sagen: In diesen sechs Berliner Restaurants schmeckt die Carbonara so gut wie in meiner liebsten Trattoria in Rom, dem Ristorante Il Girasole dal 1981 in Garbatella. Jedenfalls fast.

showPaywall:
true
isSubscriber:
false
isPaid:
true
console.debug({ userId: "", verifiedBot: "false", botCategory: "" })