
© dpa/Patrick Pleul
„Große Zahl an Fußgängerunfällen“: Notaufnahmen wegen Glätte-Unfällen „extrem belastet“
In den Krankenhäusern bedeutet das Winterwetter von Sturmtief „Elli“ Mehrarbeit. Im Osten und Südosten bleiben die Witterungsverhältnisse gefährlich.
Stand:
In den vergangenen Tagen haben das Sturmtief „Elli“ und das damit verbundene extreme Winterwetter in Deutschland zu erheblichen Beeinträchtigungen geführt. Besonders gefährliche Glätte sorgte vielerorts für zahlreiche Unfälle, vorwiegend im Straßenverkehr.
Belastung der Notaufnahmen durch Glätteunfälle
Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), berichtete der „Rheinischen Post“ von einer außergewöhnlichen Situation in den Notaufnahmen: „Eis und Schnee haben uns extrem belastet“. Es sei eine „große Zahl an Fußgängerunfällen“ registriert worden, überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen. Aber auch schwere Verkehrsunfälle durch glatte Straßen hätten die Kliniken gefordert.
Die Situation in Arztpraxen
Der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbands, Markus Beier, erklärte, dass die Arztpraxen die Lage bislang gut beherrscht hätten. Viele Verletzungen konnten direkt in den Praxen behandelt werden, einige Patienten mussten jedoch in Kliniken überwiesen werden. Er erwartet, dass in den kommenden Tagen und Wochen zahlreiche Patienten zur Nachbehandlung nach Stürzen wieder in die Praxen kommen werden.
Das Sturmtief „Elli“ traf Deutschland am vergangenen Freitag mit starkem Sturm und teils heftigen Schneefällen. Dies führte zu massiven Verkehrsbehinderungen, insbesondere im Bahnverkehr Norddeutschlands sowie auf Autobahnen und Straßen bundesweit. Zahlreiche Fahrzeuge blieben liegen, rutschten in Leitplanken oder fuhren sich fest. Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und Abschleppdienste waren im Großeinsatz, um Betroffene zu befreien und die Lage zu entschärfen.
Wo es auf den Straßen noch gefährlich ist
Während sich die Lage im Westen Deutschlands weitgehend entspannt hat, müssen sich Menschen im Osten und Südosten weiterhin auf gefährliche Witterungsverhältnisse einstellen. (dpa/AFP)
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