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Sigmount Königsberg ist Ansprechpartner für Betroffene von antisemitischen Ressentiments.
© Foto: dpa/Sophia Kembow
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„Juden denken, wo steht der Koffer?“: Der ganz alltägliche Antisemitismus in Berlin

Sigmount Königsberg, Antisemitismus-Beauftragter der Jüdischen Gemeinde, über den Anstieg judenfeindlicher Vorfälle in der Hauptstadt.

Von Barbara Nolte

Herr Königsberg, Sie sind seit fünf Jahren Antisemitismusbeauftragter der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Welche Art von Anfeindungen erleben Juden im Jahr 2022 in der Stadt?
Ganz unterschiedlich. So wie es, glaube ich, keine Frau gibt, die keinen Sexismus erlebt hat, gibt es keinen Juden, der keinen Antisemitismus erlebt hat. Es fängt mit seltsamen Blicken an, reicht über alle möglichen abwertenden Bemerkungen bis hin zu körperlichen Übergriffen.

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