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 In der Redaktion des Nachrichtenmagazins „Focus“ wird der Bereich Kultur und Leben als eigenständiges Ressort aufgelöst.

© dpa

Kritik vom DJV: „Focus“ ohne Kultur-Ressort

Das Magazin „Focus“ löst das Ressort „Kultur & Leben“ auf. Die Redaktionsbereiche Kultur und Leben sollen neu organisiert werden.

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Insgesamt seien neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Maßnahme betroffen. Der Verlag sei mit den jeweiligen Kollegen „im Austausch, um individuelle Lösungen zu finden“, sagte ein Sprecher des Burda-Konzerns am Freitag dem Evangelischen Pressedienst (epd) und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Im Heft blieben die entsprechenden Bereiche bestehen, betonte der Sprecher. Schon heute arbeite die Redaktion bei den Themenbereichen Kultur und Leben mit einem großen Pool externer Autoren und wähle die relevantesten Inhalte aus.

„Dieses Modell der Netzwerkredaktion wird zukünftig weiter verstärkt“, sagte der Sprecher. Neben der journalistischen Kompetenz in den Bereichen Politik und Wirtschaf stelle „Focus“ sicher, dass die Leser „auch weiterhin umfassend über Hintergründe und Nachrichten aus den Bereichen Kultur, Leben, Sport und Medien informiert sind“.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) appellierte am Freitag an die Geschäftsführung des Burda-Konzerns, auf betriebsbedingte Kündigungen beim „Focus“ zu verzichten. „Es muss möglich sein, für die Redakteurinnen und Redakteure des 'Focus'-Ressorts andere adäquate Beschäftigungen zu finden“, erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Der Burda-Verlag sei schließlich kein kleines Medienunternehmen, das nur einen Titel herausgibt. epd

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