Abgleich per Smartphone : Bundespolizei führt Fahndungs-App ein

Binnen Sekunden sollen Bundespolizisten künftig Fahndungen abgleichen können – per App. Über tausend Dienst-Smartphones sind bereits ausgestattet.

Ein Polizist nahe der Grenze zu Österreich. (Symbolbild)
Ein Polizist nahe der Grenze zu Österreich. (Symbolbild)Foto: Sven Hoppe/dpa

Die Bundespolizei will mithilfe einer App künftig schneller prüfen können, ob jemand zur Fahndung ausgeschrieben ist. Seit Ende vergangenen Jahres seien 1500 Smartphones mit der integrierten Fahndungs-App an die Dienststellen in allen Direktionen ausgeliefert worden, teilte die Bundespolizei am Mittwoch in Potsdam mit. In den kommenden Jahren sollen rund 10.000 Smartphones in Betrieb gehen. Die Bundespolizei hat derzeit insgesamt 46.300 Mitarbeiter, darin ist aber auch die Verwaltung enthalten.

Früher konnte die Fahndungsabfrage über Funk oder einen Telefonanruf laut Bundespolizei mehrere Minuten dauern, mit der App seien es nur wenige Sekunden. Das neue Verfahren soll auch in ländlichen Regionen mit eher schlechter Internetverbindung funktionieren: „Da konsequent darauf geachtet wurde, dass nur geringe Datenmengen übertragen werden, ist der Einsatz der Fahndungs-App auch in Regionen mit schlechterer Mobilfunkabdeckung möglich.“

Die Fahndungsabfrage funktioniert so: Ein Beamter hält einen Ausweis vor die Smartphone-Kamera, die App gleicht die Daten ab. Wenn jemand gesucht wird, erscheint bei mindestens einem Treffer in den Daten ein rotes Ausrufezeichen – und in einem Fenster sind Infos über die Fahndung zu sehen. Wird kein Treffer gefunden, ist ein grüner Haken zu sehen. Die App wurde im Auftrag der Bundespolizei für Dienst-Smartphones entwickelt. (dpa)

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