Fall Maddie : Anwälte von Christian B. legen Amt nieder

Der Verdächtige im Mordfall Maddie wird nicht länger von seinen bisherigen Anwälten vertreten. Er wurde außerdem in Einzelhaft verlegt.

Die damals dreijährige Maddie war am 3. Mai 2007 aus ihrem Zimmer in einer Ferienanlage verschwunden. Sie wurde bis heute nicht gefunden.
Die damals dreijährige Maddie war am 3. Mai 2007 aus ihrem Zimmer in einer Ferienanlage verschwunden. Sie wurde bis heute nicht...Foto: picture alliance/dpa

Die Verteidiger des im Fall Maddie Mordverdächtigen Christian B. haben ihr Mandat niedergelegt. Dies sei der zuständigen Ermittlungsbehörde angezeigt worden, teilten die Anwälte Jan-Christian Hochmann und David Volke mit. Eine Begründung für die Rückgabe des Mandats wollten sie am Mittwoch auf Nachfrage nicht abgeben.

Die beiden Anwälte waren nach eigenen Angaben in der vergangenen Woche von dem 43-jährigen Beschuldigten mit der Verteidigung beauftragt worden.

Zuvor war bekannt geworden, dass der Verdächtige aus Sicherheitsgründen in einen anderen Gefängnistrakt in eine Einzelzelle verlegt worden. Das hatte Schleswig-Holsteins Justizminister Claus Christian Claussen (CDU) im Innen- und Rechtsausschuss des Landtags mitgeteilt.

Der Mann dürfe auch nur einzeln und in Begleitung von Wachpersonal aus der Zelle. So wolle man verhindern, dass möglicherweise Mitgefangene den Häftling attackieren.

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Der mehrfach wegen Sexualstraftaten auch an Kindern vorbestrafte Deutsche sitzt derzeit in Kiel eine Haftstrafe in einem anderen Fall ab. Am vergangenen Mittwoch hatten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Staatsanwaltschaft Braunschweig überraschend bekanntgegeben, dass der 43-Jährige in dem Fall Maddie unter Mordverdacht steht.

Die damals dreijährige Maddie war am 3. Mai 2007 aus ihrem Zimmer in einer Ferienanlage im südportugiesischen Badeort Praia da Luz verschwunden, wo sie mit ihrer Familie Ferien machte. Sie wurde bis heute nicht gefunden. Der 43-Jährige soll zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve gelebt haben. (dpa/AFP)

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