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Ein großes Loch ist in der Wand des Tresorraums der Sparkasse zu sehen. Einbrecher haben sich mithilfe eines großen Bohrers Zugang zum Tresorraum  verschafft. Dort durchsuchten sie die Wertschließfächer.

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Fotos des Tresor-Coups in der Sparkasse Gelsenkirchen: Wer sind die Männer mit der schwarzen Sturmhaube?

Der Einbruch in einen Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen war spektakulär. Jetzt fahnden die Ermittler mit Aufnahmen aus einer Überwachungskamera nach den Tätern. Dabei fällt ein Detail auf.

Stand:

Nach dem Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen mit Beute in zweistelliger Millionenhöhe hat die Polizei Fotos der maskierten Tatverdächtigen veröffentlicht. Es handelt sich um Aufnahmen aus Überwachungskameras.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden sie am 29. Dezember in dem angrenzenden Parkhaus aufgenommen, von dem aus sich die Einbrecher Zutritt zu der Bank verschafft hatten.

Auf den Fotos sind drei Personen mit schwarzen Sturmhauben zu sehen. Eine trägt rote Handschuhe, eine andere Person grüne Handschuhe. Außerdem wurden Bilder eines schwarzen Audi RS 6 sowie eines weißen Kleintransporters Mercedes-Citan veröffentlicht.

Im Zusammenhang mit dem Überfall auf eine Sparkasse in Gelsenkirchen hat die Polizei Nordrhein-Westfalen Fotos von mehreren Personen veröffentlicht. Einer der Verdächtigen trägt grüne Handschuhe.

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Nach Einschätzung der Ermittler könnten sie von den Tätern als Fluchtautos genutzt worden sein. Beide Fahrzeuge haben laut Polizeiangaben gefälschte Kennzeichen – der Audi mit einem aus Hannover, der Mercedes mit einem aus Beckum.

Sein mutmaßlicher Komplize hat sich rote Handschuhe angezogen. Die Männer sollen mit einem Audi und einem Kleintransporter angereist sein.

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Die Polizei bittet um Hinweise zu den Personen und den Autos. Zeugen können diese über das Fahndungsportal oder telefonisch unter den Rufnummern 0209/365-8112 oder 0209/365-8240 übermitteln. 

Fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer aufgebrochen

Die Ermittler wollen die Aufklärung der Tat ab sofort in einer sogenannten Besonderen Aufbauorganisation (BAO) vorantreiben. Das schaffe weitere Kapazitäten, um dem großen Arbeitsaufwand gerecht werden zu können, teilte die Polizei mit. Eine BAO wird vor allem bei besonderen Ereignissen und komplexen Großeinsätzen wie Anschlägen und Großdemonstrationen genutzt.

Bei dem Einbruch hatten die Täter fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkasse-Filiale im Stadtteil Buer aufgebrochen. Sie drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. 

Einsatzkräfte entdeckten den Einbruch am frühen Montagmorgen nach einem Alarm der Brandmeldeanlage. Die Beutetour zog sich möglicherweise über Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses.

Wie hoch ist der Schaden?

Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben, könnte aber auch deutlich darüber liegen. „Wir gehen von einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag aus“, sagte ein Sprecher der Polizei. Wie hoch die Schadenssumme sei, lasse sich derzeit jedoch nicht seriös sagen. 

Auch die Sparkasse äußerte sich dazu nicht. „Wir wissen nicht, was in den Schließfächern drin ist“, sagte ein Sprecher. Die Sparkassenfiliale ist vorerst geschlossen. „Wir arbeiten daran, dass wir so schnell wie möglich wieder öffnen können“, hieß es am Samstag.

Bereits am Mittwoch prüfte die Polizei Videosequenzen aus dem angrenzenden Parkhaus. Nach Angaben eines Sprechers hatten sich die Sequenzen in einer Whatsapp-Gruppe verbreitet, in der sich betroffene Sparkassen-Kunden zusammengeschlossen haben.

Nach dem spektakulären Einbruch gehen die Ermittler einer „Flut“ an Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht. „Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher bereits am Freitag. Eine Festnahme stehe derzeit aber nicht an. (dpa)

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