Für 1,25 Millionen Euro : Käufer aus China zahlt Rekordpreis für belgische Brieftaube

Die Taube Armando stammt von einem der angesehensten Taubenzüchter Belgiens. Die bisher teuerste Taube kostete 376.000 Euro.

Eine weiße Taube sitzt bei Schneeregen auf einem Geländer, aufgenommen in Berlin. (Symbolbild)
Eine weiße Taube sitzt bei Schneeregen auf einem Geländer, aufgenommen in Berlin. (Symbolbild)Foto: imago/photothek

Rekordpreis für eine Brieftaube: Ein preisgekrönter Vogel hat bei einer Onlineauktion seines belgischen Züchters die stolze Summe von 1,25 Millionen Euro eingebracht. Die flämische männliche Taube Armando ist damit mehr als dreimal so teuer wie der bisherige 'Rekordpreisträger' New Bliksem, der im vergangenen November 376.000 Euro einbrachte, wie die Website für Taubenfreunde Pigeon Paradise (Pipa.be) am Sonntag mitteilte. Der Käufer soll ein Chinese sein.

Niemand habe damit gerechnet, dass die "magische" Schwelle von einer Million Euro überschritten werde, berichtete Pipa. Der genaue Preis belief sich demnach auf 1.252.000 Euro. Armando stammt aus dem Schlag von Joël Verschoot, einem der angesehensten Taubenzüchter Belgiens. Bei der mehrtägigen Auktion versteigerte die Familie bis Sonntag insgesamt 178 Tauben für zwei Millionen Euro.

Der Brieftaubensport, bei dem es darum geht, welches der Tiere über eine Strecke von manchmal hunderten von Kilometern am schnellsten in seinen Schlag zurückkehrt, ist vor allem in Belgien, Nordfrankreich und den Niederlanden beliebt. Allerdings war die Tradition seit einiger Zeit im Niedergang. Zuletzt hat jedoch eine wachsende Nachfrage aus Asien das Interesse an den Vögeln wieder etwas gestärkt.

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Laut der belgischen Nachrichtenagentur Belga handelt es sich auch beim Käufer von Armando um einen Chinesen. Er habe Belgiens schnellste Langstreckentaube vermutlich für Zuchtzwecke ersteigert. (AFP)

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