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Zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden zunächst noch vermisst. Im Loreleyhafen wurde ein Lagezentrum eingerichtet.

© dpa

Gekentertes Tankschiff an der Loreley: Hochwasser erschwert Suche nach vermissten Bootsleuten

Ein mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladenes Tankschiff ist am Donnerstagmorgen aus ungeklärter Ursache auf dem Rhein gekentert. Nun erschwert das Hochwasser die Suche nach zwei vermissten Bootsleuten.

Das Hochwasser macht die Suche nach den beiden vermissten Bootsleuten im Rhein bei St. Goarshausen immer schwieriger. Vor allem Einsätze von Tauchern werden nach Angaben der Einsatzleitung durch die stärkere Strömung und eine schlechtere Sicht erschwert. „In das Schiff wird keiner mehr reingehen“, sagte Kreissprecher Uwe Gilberg-Rindsfüßer am Freitag. Das sei zu gefährlich.

Am Donnerstag waren Taucher in einzelne Räume des auf der Seite liegenden Schiffswracks gelangt, ohne jedoch die Männer zu finden. Ein Hubschrauber sollte am Freitag erneut mit einer Wärmebildkamera an das Wrack heranfliegen, um nach Lebenszeichen zu suchen. Die Hoffnungen auf Überlebende sind aber gering.

Der Anstieg des Wassers erschwere zudem die Suche entlang des Rheins, da der Fluss an vielen Stellen bereits über das Ufer getreten sei. Das mit knapp 2.400 Tonnen Schwefelsäure beladene Tankschiff "Waldhof" war am Donnerstag aus ungeklärter Ursache gekentert, zwei Männer wurden gerettet. Das Wrack soll mit einem Ponton vor dem Hochwasser gesichert werden. Nach letzten Angaben ist aber bis dato keine Schwefelsäure aus dem Schiffsbauch in den Rhein gelangt. Experten schätzen die Chemikalie bei ausreichender Verdünnung als "eher ungefährlich" für Fließgewässer ein.

Die „Waldhof“, ein 110 Meter langer Tanker, wurde bei dem Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen mit der Säure beladen und war auf dem Weg zum Standort des Unternehmens nach Antwerpen. Die Havarie ereignete sich in unmittelbarer Nähe des legendären Loreley-Felsens. (dapd/dpa)

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