Mann löste Einsatz selbst aus : Polizist erschießt 32-Jährigen in Essen

In Essen hat ein Beamter bei einem Polizeieinsatz einen 32-Jährigen erschossen. Der Mann soll zuvor gedroht haben, sich das Leben zu nehmen.

Foto: Patrick Pleul/dpa

In Essen hat ein Beamter bei einem Polizeieinsatz einen Mann erschossen. Dieser hatte die Polizei am frühen Morgen selbst angerufen und angekündigt, Suizid zu begehen, teilte die Polizei mit. Daraufhin fanden Polizisten den Mann auf einer Straße im Stadtteil Altendorf mit einem Messer bewaffnet vor. Dieser sei "hochemotional" gewesen.

Die Beamten hätten versucht, ihn zu beruhigen und ihn aufgefordert, stehen zu bleiben sowie das Messer auf den Boden zu legen. Nach Polizeiangaben kam der Mann diesen Aufforderungen nicht nach, sondern wurde immer aggressiver. Schließlich habe ein Polizist den Mann mit einem Schuss aus seiner Dienstwaffe am Oberkörper getroffen und tödlich verletzt. Weitere Angaben zum Ablauf machte die Polizei in der Mitteilung nicht.

Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete allerdings unter Berufung auf Polizeiangaben, der Mann sei zuvor vor den Beamten zu seinem Wohnhaus geflüchtet und habe Anstalten gemacht, sich darin zu verbarrikadieren. Die Polizisten hätten ihn zu Fuß dorthin verfolgt. Gegen 5.30 Uhr sei die Situation eskaliert: Als der Mann auf der Türschwelle mit dem Messer in der Hand auf Beamte zugegangen sei, habe einer der Polizisten mit seiner Dienstpistole auf ihn geschossen.

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Es sei ein einziger Schuss abgegeben worden, berichtete ein Polizeisprecher laut "WAZ" vor Ort. Trotz Rettungsdienst sei der Mann noch an der Einsatzstelle verstorben.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand handele es sich bei dem Getöteten um einen 32-jährigen Essener. Die genaueren Umstände soll eine Mordkommission der Polizei Bochum untersuchen. Diese habe "aus Neutralitätsgründen" die Ermittlungen übernommen, hieß es von der Polizei. (mes, AFP)

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