Noch ein Monat bis zum Finale : Das Ende von „Game of Thrones“ ist nah

Am 15. April startet die achte Staffel „Game of Thrones“. Wie können Fans und Neueinsteiger bis dahin sinnvoll ihre Zeit verbringen? Ein paar Tipps.

Jon Snow in der achten Staffel.
Bildgewaltig: Jon Snow in einer Szene der kommenden Staffel.Foto: Helen Sloan/HBO

Noch exakt ein Monat, dann beginnt die Ausstrahlung der achten und letzten Staffel der prägendsten Fernsehserie dieses Jahrzehnts. Für Fans ein Ereignis irgendwo zwischen Mondlandung und WM-Finale. Wer jetzt noch einsteigen will: Möglich ist es. Die bisherigen Staffeln hatten insgesamt 67 Folgen, wer zwei pro Tag und noch ein bisschen guckt, hat bis zum Start die komplette Vorgeschichte verinnerlicht. Alle anderen können die Zeit nutzen, sich an vergangene Höhepunkte zu erinnern, über Kommendes zu spekulieren und sich festzulegen, wer denn nun dieser Azor Ahai ist... Achtung: Dieser Text enthält Spoiler zu sämtlichen bis jetzt veröffentlichten Staffeln.

Altes Wissen auffrischen

Wegen der vielen Handlungsstränge und Pausen zwischen den Staffelausstrahlungen ist es quasi unmöglich, sich noch an alle Details zu erinnern. Wo haben der Bluthund und Brienne von Tarth damals gekämpft? Welcher Schattenwolf lebt eigentlich noch? Ein echter Segen sind hier Staffelzusammenfassungen.

Die besten deutschsprachigen (weil kompakt und gleichzeitig umfassend) bieten die Macher des Blogs "Filmstarts": Die Rückschauen zu Staffel eins, zwei, drei, vier, fünf und sechs dauern jeweils nur rund fünf Minuten, die siebte Staffel gibt es leider bloß aufgeteilt in die einzelnen Folgen 1,2,3,4,5,6 und 7.

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Überblick über die Familienbande

Verworren sind die Verwandschaftsverhältnisse der Protagonisten. Hier hilft ein Blick auf den aktualisierten Stammbaum, in dem sogar die derzeit bekannten beziehungsweise vermuteten Aufenthaltsorte der Adelsmitglieder dokumentiert sind. Die geographische Lage und Geschichte der Königreiche wird ausführlich in diesem Video erklärt.

Was der neue Trailer verrät

Vergangene Woche hat HBO den ersten Trailer zur finalen Staffel veröffentlicht, schon am ersten Tag wurde er 81 Millionen Mal angesehen. Seitdem versuchen Fans, den zweiminütigen Zusammenschnitt Szene für Szene zu sezieren und so Hinweise auf die kommende Handlung zu erlangen. Manche Deutungen sind krude, aber immerhin: einige kluge, fundierte Analysen gibt es auch. Diese hier zählt zu den ergiebigsten:

Absurde Theorien, plausible Theorien

Eine Menge offener Fragen warten darauf, in der finalen Staffel beantwortet zu werden. Allgemein wird erwartet, dass dies den Machern von "Game of Thrones" besser gelingen wird als damals den Autoren von "Lost". In Internetforen kursieren zahllose Theorien, einige davon klingen arg absurd - zum Beispiel die, dass Littlefinger doch noch leben könnte, dass der Night King bloß das ungeborene Baby in Daenerys Targaryens Bauch kidnappen möchte oder dass am Ende ausgerechnet Samwell Tarly der Weltenretter Azor Ahai sein soll. Einen Überblick über die etwas plausibleren Theorien findet man hier:

Die Momente der Genugtuung

GoT-Fans müssen leiden, ihre Lieblinge werden gemeuchelt, die Bösen kommen oft ungeschoren davon. Im Zweifel ist alles sehr ungerecht. Nur ab und zu gibt es auch befriedigende Momente, dann trifft es mal den Richtigen, zum Beispiel Joffrey. Eine Wiederbelebung ist bei diesem Best-of-Zusammenschnitt ebenfalls dabei:

Die Tweets der Darsteller

Einige Schauspieler der Serie pflegen eigene Twitter-Accounts, darunter Emilia Clarke (Daenerys), Sophie Turner (Sansa) und Isaac Hempstead-Wright (Bran). Wer mitbekommen möchte, wie Arya von ihrer letzten Paris-Reise berichtet oder Jamie zum Blutspenden aufruft, kann sämtliche Tweets gebündelt hier nachlesen. Besonders mitteilsam ist aktuell Ser Davos Seaworth: Der Zwiebelritter verbreitet im Stundentakt Botschaften von Greta Thunberg und diversen US-Demokraten.

Die Bewerbungsvideos

Äußerst sehenswert sind die Aufnahmen der Vorsprechvideos, mit denen sich die Darsteller vor über zehn Jahren für ihre Rollen bewarben. Jaqen H'ghar zu Hause vor der Rauhfasertapete, die rote Priesterin mit Reisekoffer im Hintergrund. Man glaubt es kaum, aber dieses Material ist echt.

Das Merchandising

Es erstaunt, dass eine Serie, deren Macher derart großen Wert auf anmutige Optiken legen, an Merchandising über die Jahre vor allem Kitsch und Kokolores hervorgebracht hat. Das meiste davon kann man sich sparen. Originelle oder wenigstens halbwegs geschmackvolle Fan-Artikel sind rar, nur hin und wieder findet man das eine oder andere. Wer sich aus Vorfreude noch schnell ein Tattoo machen lassen möchte, sei gewarnt. Jons Konterfei und das Familienbanner der Starks wurden schon zigtausendfach unter die Haut gestochen. Gut sieht es nicht aus. Dann vielleicht lieber etwas dezentes oder gleich etwas richtig trashiges. Drittes Auge auf die Stirn tätowieren: nicht cool.

Haben Sie weitere Empfehlungen, die sich Fans bis zum finalen Staffelstart nicht entgehen lassen sollten? Dann schreiben Sie diese doch in die Kommentare.

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