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Wetter: Wintereinbruch führt zu Unfällen und Verkehrseinschränkungen
Eisige Nächte, blockierte Autobahnen und frostige Aussichten: Was der Wintereinbruch bewirkte und worauf sich Pendler und Urlaubsrückkehrer in den nächsten Tagen einstellen müssen.
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Schnee, Glätte und Kälte - der Wintereinbruch hat vielerorts in Deutschland den Verkehr behindert und Reisepläne durchkreuzt. Bundesweit gab es Unfälle, vielfach blieb es dabei aber bei Blechschäden. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes behält der Winter Deutschland weiter im Griff. Das dürfte am Sonntag auch Urlaubsrückkehrer treffen – in mehreren Bundesländern beginnt nach den Weihnachtsferien am Montag wieder Schulunterricht. Schneeschauer sind vorrangig vom Nordwesten her bis zum Erzgebirge zu erwarten. Die Höchstwerte liegen zwischen 3 und minus 3 Grad.
Lastwagen blockieren Autobahnen
In Norddeutschland gerieten auf glatten Autobahnen Fahrer ins Schleudern, Unfälle häuften sich etwa auf der A1. Dort blockierte im Landkreis Oldenburg ein querstehender Sattelzug zeitweise die gesamte Fahrbahn. Auf der A2 bei Herford fuhren sich an einer Steigung mehrere Laster auf der glatten Straße fest. Autofahrer wurden gebeten, das Autobahnkreuz Bielefeld weiträumig zu umfahren. Erst am frühen Morgen war die Autobahn wieder frei, wie die Polizei berichtete.
Auf der A1 fuhr zwischen dem Dreieck Ahlhorner Heide und der Anschlussstelle Cloppenburg eine 36-Jährige mit ihrem Auto gegen ein Verkehrszeichen. Die Frau kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus. Häufig blieb es bei den Unfällen aber bei leichten Verletzungen sowie Blechschäden.
Zahlreiche Unfälle wurden auch aus Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg gemeldet. In Bayern kippte auf der schneebedeckten Autobahn 93 bei Wernberg-Köblitz der Anhänger eines Lastwagens und platzte auf - auf der Fahrbahn in der Oberpfalz verteilte sich eine Ladung Lachs.
Störungen im Zug- und Flugverkehr
Im Raum Bremen kam es zu starken Beeinträchtigungen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn, es gab Verspätungen von einer Stunde und Teilausfälle von Verbindungen. Das Eisenbahnunternehmen Metronom teilte mit, angesichts der hohen Neuschneemengen stießen die Weichenheizungen zunehmend an ihre technischen Grenzen. Der Schnee könne nicht mehr vollständig abgetaut werden und gefriere in vielen Fällen unmittelbar erneut. Weichen und Signale fielen vereinzelt aus.
Am Flughafen Düsseldorf konnten am Samstagnachmittag für 40 Minuten keine Flugzeuge starten oder landen, die Piste wurde nach Angaben eines Sprechers komplett vom Schnee befreit.
Starker Frost im Anmarsch
Das Winterwetter hält erst einmal an. In der Nacht zum Montag erwartet der Deutsche Wetterdienst teils zweistellige Minusgrade. Im Süden sind demnach Tiefstwerte zwischen minus 10 und minus 15 Grad möglich, im Rest des Landes zwischen minus 3 und minus 9 Grad. Dabei seien vor allem im Norden Schneeschauer möglich.
Am Montag komme es insbesondere in Küstennähe zu schauerartigen Schneefällen, vereinzelt seien auch Graupelgewitter möglich. Im Süden soll es hingegen weitgehend trocken bleiben. Abseits von größeren Nebelfeldern zeige sich zudem die Sonne vermehrt.
Am Dienstag erwartet der DWD eisige Temperaturen und Dauerfrost fast im gesamten Land. Lediglich auf den Nordseeinseln und am Niederrhein seien zarte Plusgrade möglich. Ansonsten lägen die Höchsttemperaturen bei weitgehend trockenem Wetter zwischen minus 6 und minus 1 Grad.
3. Absatz: Dreieck Ahlhorner Heide (nicht: Dreieck Ahlhorn); 4. Absatz: Mecklenburg-Vorpommern (nicht: Mecklenburg-Vorpoomern)
© dpa-infocom, dpa:260103-930-493251/3
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