"Widerwärtige Diffamierung" : Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert Fernsehreportage

Der Fernsehsender Sat.1 habe eine "Pseudo-Dokumentation" ausgestrahlt, die "Hassrede und Gewalt gegen Minderheiten" provoziere, so der Zentralrat.

Roma-Flagge in Prag (Symbolbild).
Roma-Flagge in Prag (Symbolbild).Foto: imago images / CTK Photo/ Michaela Rihova

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat scharfe Kritik an einem Sat.1-Beitrag über Roma geübt. „Eine derartige pauschale Kriminalisierung und widerwärtige Diffamierung von Minderheiten wäre bislang gegenüber anderen Minderheiten unvorstellbar“, teilte der Zentralrat am Donnerstag mit.

Der TV-Beitrag aus der Reihe „Akte 20.19“ mit dem Titel „Roma: Ein Volk zwischen Armut und Angeberei“, der am Mittwoch (7. August) bei Sat.1 zu sehen war, sei rassistisch und bringe Roma-Gruppen immer wieder unter anderem mit Kriminalität in Verbindung, kritisierte der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma.

Der Sender mit Sitz in Unterföhring bei München wies die Kritik an dem Beitrag zurück: „Unsere aktuelle Reportage ist ein ausgewogener, journalistisch einwandfreier Bericht über mehrere Familien in Deutschland und Osteuropa“, sagte Sat.1-Sprecherin Diana Schardt. Gelungene Integration und Tradition seien darin ebenso Thema wie Armut, Diskriminierung und Kriminalität einzelner Familien. (dpa)

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