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Welcher Begriff wird zum „Unwort des Jahres“ 2025 gekürt? Die Jury will ihre Entscheidung am 13. Januar bekanntgeben. (Archivbild)

© Christian Lademann/dpa

Sprache: Mehr als 2.600 Einsendungen für Kür zum „Unwort des Jahres“

Welcher Begriff wird „Unwort des Jahres“ 2025? Eine Jury wählt aus mehr als 2.600 Einsendungen aus. Die Kür wirft auch dieses Mal ein Schlaglicht auf die politischen Debatten des Jahres.

Stand:

„Asylwende“, „Deal“, „Stadtbild“ - diese und andere Begriffe haben interessierte Bürger für die Wahl zum „Unwort des Jahres“ 2025 vorgeschlagen. Mehr als 2.600 Einsendungen sind für die sprachkritische Aktion dieses Mal eingegangen, aus denen eine Jury aus vier Sprachwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern sowie einer Journalistin einen aus ihrer Sicht besonders kritischen Begriff auswählt. Bekanntgegeben wird das „Unwort“ am Dienstag (13. Januar). 

Die vorgeschlagenen Begriffe stammten auch dieses Mal aus politischen Debatten des Jahres, wie Jury-Sprecherin Constanze Spieß von der Marburger Philipps-Universität Marburg auf Anfrage erklärte: Neben außenpolitischen Entwicklungen, etwa im Ukraine-Krieg, in den USA sowie im Gaza-Konflikt, seien auch Themen aus zahlreichen anderen Politikfeldern vertreten gewesen - von der Migrations-, Sozial- und Wirtschaftspolitik über die Innen- bis hin zur Klimapolitik.

„Asylwende“, „Deal“, „Stadtbild“ - die „Unwort“-Vorschläge 

Bereits zuvor hatte die Aktion bekanntgegeben, dass „Asylwende“ sowie der von US-Präsident Donald Trump häufig genutzte Ausdruck „Deal“ zu den eingesandten Vorschlägen gehörten. Hinzu kommt der Begriff „Drecksarbeit“, den Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einem TV-Interview benutzt hatte, als Israel zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert hatte. 

Auch den ebenfalls vorgeschlagenen Ausdruck „Stadtbild“ hatte der Kanzler verwendet: Im Oktober sagte er, die Bundesregierung korrigiere frühere Versäumnisse in der Migrationspolitik und mache Fortschritte, „aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch dieses Problem“. Wer gemeint war, blieb zunächst offen. Später konkretisierte er, Probleme machten jene Migranten, die keinen dauerhaften Aufenthaltsstatus hätten, nicht arbeiteten und sich nicht an die in Deutschland geltende Regeln hielten.

Beim „Wort des Jahres“ geht es um Begriffe, die das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland nach Ansicht der Jury in einem Jahr sprachlich besonders bestimmt haben.

© dpa-infocom, dpa:260110-930-524092/1

Das ist eine Nachricht direkt aus dem dpa-Newskanal.

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