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Auf der Anklagebank: Hermann Göring und Joachim von Ribbentrop. Zwischen ihnen sitzt Rudolf Hess.

© Foto: Imago/ Gestaltung: Tagesspiegel/Seuffert

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Wie lebt man mit der Nazi-Schuld seiner Vorfahren?: „Ich ließ mich sterilisieren, um keine weiteren Görings zu produzieren“

80 Jahre nach Beginn der Nürnberger Prozesse blicken der Enkel von Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop und Hermann Görings Großnichte auf ihre Familiengeschichte. Die beiden gehen ziemlich unterschiedlich damit um.

Von Barbara Nolte

Stand:

Die Nürnberger Prozesse hat sich Dominik von Ribbentrop das erste Mal während des Corona-Lockdowns reingezogen. Damals lief er oft stundenlang durch die ausgestorbene Münchner Innenstadt und hörte über Kopfhörer seinem Großvater, Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop, zu, wie er keine Reue zeigte. „Das Einzige, dessen ich mich vor meinem Volke und nicht vor diesem Gericht schuldig gemacht habe, ist, dass mein außenpolitisches Wollen ohne Erfolg geblieben ist“, sagte er in seinem Schlusswort. Die Richter sahen das anders. Das Urteil lautete: „Death by hanging“.

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