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Eine geöffnete Kondompackung liegt neben einem Bett auf einem Nachttisch. (Symbolfoto)

© dpa/Ann-Marie Utz

Bevölkerung schrumpft seit Jahren: China will mit Steuer auf Verhütungsmittel sinkende Geburtenrate bekämpfen

2024 ist die chinesische Bevölkerung zum dritten Mal in Folge geschrumpft. Kondome und Antibabypille waren bisher steuerfrei, nun gilt der reguläre Mehrwertsteuersatz von 13 Prozent.

Stand:

China hat seine seit drei Jahrzehnten bestehende Steuerbefreiung für Verhütungsmittel abgeschafft. Damit will die Regierung die sinkende Geburtenrate im Land bekämpfen. Laut einer Regierungsmitteilung gilt ⁠ab dem 1. Januar 2026 der reguläre ‌Mehrwertsteuersatz von 13 Prozent auch für Kondome und die Antibabypille.

Die Bevölkerung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt war ‍2024 das dritte Jahr in Folge geschrumpft. Experten gehen davon aus, ​dass sich dieser Trend fortsetzen wird.

Die chinesische Regierung hatte im vergangenen Jahr bereits Kinderbetreuungszuschüsse von der Einkommensteuer befreit und eine jährliche Subvention für Kinderbetreuungskosten eingeführt.

Die ‌Staats- und Parteiführung ​verpflichtete ​sich ⁠im Dezember zudem, eine „positive Einstellung zur Ehe und zum Kinderkriegen“ ‌zu fördern. Die Geburtenraten in China sind seit Jahrzehnten rückläufig. Dies ist ‍eine Folge der von 1980 bis 2015 ‍geltenden Ein-Kind-Politik und der schnellen Urbanisierung. (Reuters)

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