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Archivbild: Vasyl Zvarych, der Botschafter der Ukraine in der Tschechischen Republik, gibt am 2. Juli 2024 in Prag seine ersten Kommentare gegenüber Medienvertretern ab.

© IMAGO/CTK Photo

Nach „Diebe“-Beschimpfung aus Prag: Ukrainischer Botschafter in Tschechien reagiert mit Protestnote

In Tschechien amtiert seit wenigen Wochen eine neue Regierung. Und schon ist der erste große Streit mit der Ukraine entbrannt.

Stand:

Zwischen der Ukraine und Tschechiens neuer Regierung ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Kiews Botschafter in Prag protestierte nun gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen „sinnlosen Krieg“ fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte „Diebe“.

Ukraine sieht „Einfluss russischer Propaganda“

In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Vasyl Zvarych die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, „unter dem Einfluss russischer Propaganda“ zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden.

In Tschechien regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der rechtspopulistischen ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine. Ob es unter der neuen Regierung dabei bleibt, ist fraglich. (KNA)

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