
© REUTERS/MAHMOUD HASSANO
Opfer auf beiden Seiten: Neun Tote bei Kämpfen zwischen Regierungskräften und Kurden in Aleppo
Erneute Kämpfe wurden in Syrien gemeldet, trotz einer Waffenruhe zwischen Truppen der Übergangsregierung und kurdischen Kräften. Doch es ist nicht das erste Mal, dass es seither zu Toten kam.
Stand:
In Syrien sind bei erneuten Kämpfen zwischen Vertretern der Übergangsregierung und kurdischen Kräften in der Großstadt Aleppo insgesamt mindestens neun Menschen getötet worden. Nach Angaben der mehrheitlich kurdischen Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) wurden in der Hafenstadt Aleppo in den kurdischen Vierteln Scheich Maksud und Aschrafijeh vier Zivilisten getötet, die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete ihrerseits von insgesamt fünf Toten, darunter vier Zivilisten.
Wie Sana weiter meldete, unterbrach die Luftfahrtbehörde des Landes alle Flüge von und nach Aleppo für 24 Stunden und leitete sie zum Flughafen der Hauptstadt Damaskus um.
Im Oktober hatte Syrien nach Zusammenstößen in den Bezirken der zweitgrößten Stadt des Landes eine Waffenruhe mit kurdischen Kräften verkündet. Es kam jedoch weiterhin zu Spannungen, im Dezember wurden laut Staatsmedien mindestens drei Menschen bei Zusammenstößen in den kurdischen Vierteln getötet.
Seit dem Sturz des langjährigen syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 steht Aleppo unter Verwaltung der neuen islamistischen Übergangsregierung. Nur Scheich Maksud und Aschrafijeh stehen weiterhin unter der Kontrolle kurdischer Einheiten mit Verbindungen zu den SDF und weiteren örtlichen kurdischen Sicherheitskräften.
Gemäß einem im März zwischen Damaskus und den SDF geschlossenen Abkommen sollten die zivilen und militärischen Institutionen der Kurden bis zum Jahresende in die syrische Zentralregierung integriert werden. Doch trotz internationalen Drucks hat sich die Umsetzung des Abkommens aufgrund von Differenzen verzögert. (AFP)
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