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Staatsstreich in Kiew verhindert?: Ukrainische Behörden wollen Umstürzler festgenommen haben
Seit über zwei Jahren wehrt die Ukraine eine russische Invasion ab. Nun wollen die ukrainischen Behörden eine Gruppe aufgedeckt haben, die einen Umsturz plante.
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Die ukrainischen Behörden haben nach eigenen Angaben einen Umsturzversuch verhindert. Eine Gruppe von Störern habe für den vergangenen Sonntag „Provokationen“ in der Hauptstadt Kiew geplant, teilten der Geheimdienst SBU und die Staatsanwaltschaft am Montag mit.
Unter anderem hätten sie im Rahmen einer Demonstration das Parlament besetzen und eine „provisorische Regierung“ bilden wollen. Die Gruppe soll es bewusst darauf abgesehen haben, Medienbilder von Unruhen in Kiew zu produzieren. Wie der SBU offiziell bekannt gab, wurde die Gruppe vom Mitbegründer einer NGO angeführt, die seit 2015 für ihre anti-ukrainischen Aktionen bekannt ist.
Gegen vier Männer werde ermittelt. Zwei seien vorläufig festgenommen worden.
Bei Razzien seien Waffen und zugehörige Munition entdeckt worden, heißt es. Den Verdächtigten drohen bis zu zehn Jahren Gefängnis. Die Ermittlungen wurden von den Behörden des westukrainischen Gebiets Iwano-Frankiwsk geführt.
Seit dem russischen Einmarsch im Februar 2022 ist das Regierungsviertel in der Hauptstadt Kiew Hochsicherheitsgebiet und nicht mehr frei zugänglich. Aufgrund des geltenden Kriegsrechts ist zudem das Demonstrationsrecht eingeschränkt. Behördenangaben nach werden immer wieder Unterstützer und Informanten der russischen Truppen festgenommen. (dpa/Tsp)
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