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„Viel länger“ als ein Jahr: Trump nennt Dauer von US-Herrschaft über Venezuela
Nach der Festnahme von Präsident Maduro wollen die USA in Venezuela Öl gewinnen und die Politik bestimmen. Doch das könnte dauern.
Stand:
In Venezuela ist nach dem US-Angriff und der Entführung des autoritären Präsidenten vieles weiter unklar. Wie genau werden die USA ihren Herrschaftsanspruch durchsetzen? Wird der Plan aufgehen, die desolate Öl-Industrie durch US-Investitionen zu stärken? US-Präsident Donald Trump scheint sich jedenfalls auf eine langfristige US-Involvierung in Venezuela einzustellen, wie er der „New York Times“ sagte.
Die derzeitige venezolanische Regierung solle den USA „alles geben, was wir für nötig halten“, sagte Trump. Im Interview wiederholte er das Vorhaben, Öl für die USA zu gewinnen. „Wir werden Venezuela Geld geben, das dort dringend gebraucht wird“, behauptete er zudem.
Klar ist: Allein schon wegen des schlechten Zustands der Öl-Anlagen vor Ort wird dieses Vorhaben lange dauern. Das scheint auch Trump bewusst zu sein.
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Danach gefragt, wie lange die USA nach ihrem gemeinhin als völkerrechtswidrig eingestuften Angriff die Politik Venezuelas bestimmen wollen, ob drei Monate, sechs Monate, ein Jahr oder länger, antwortete der US-Präsident: „Ich würde sagen viel länger“.
Fragen dazu, warum Trump die Maduro-treue Delcy Rodríguez als neue Staatschefin anerkannt hat, anstelle der Oppositionsführerin María Corina Machado, beantwortete er nicht. Er legte sich auch nicht fest, wann in Venezuela die nächsten Wahlen stattfinden. (TMA)
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