
© REUTERS/Leonardo Fernandez Viloria
Wachsende militärische Spannungen: Trump und Maduro besprechen offenbar mögliches Treffen in den USA
Dutzende Menschen starben bei US-Angriffen auf angebliche Drogenkuriere. US-Kriegsschiffe patrouillieren vor Venezuela, Trump droht mit Bodeneinsätzen. Nun sollen die Präsidenten der Länder telefoniert haben.
Stand:
Inmitten wachsender militärischer Spannungen zwischen Washington und Caracas haben US-Präsident Donald Trump und sein venezolanischer Kollege Nicolás Maduro einem US-Medienbericht zufolge miteinander telefoniert. Die beiden Staatschefs hätten bei dem Telefonat ein mögliches Treffen in den USA besprochen, berichtete die „New York Times“ am Freitag. US-Außenminister Marco Rubio nahm demnach ebenfalls an dem Telefongespräch teil.
Die USA hatten in den vergangenen Wochen mehrere Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. Washington wirft insbesondere Venezuela vor, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz.
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bislang mehr als 80 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe versenkt.
Am Donnerstag hatte Trump angekündigt, in Kürze auch an Land gegen mutmaßliche venezolanische Drogenhändler vorzugehen. „Wir werden damit beginnen, sie auf dem Landweg zu stoppen“, dies werde „sehr bald“ beginnen, sagte Trump bei einer Videokonferenz mit Truppen der US-Luftwaffe. (AFP)
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