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Mit 14 Jahren wurde der Münchner Muhlis A., genannt Mehmet, 1998 in die Türkei abgeschoben. Als 20-Jähriger (Foto) stand er wegen seiner zahlreichen Straftaten noch einmal vor Gericht in München.
© Foto: Peter Kneffel/dpa/
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Abschiebung und Selbstbestimmung: Sie nannten ihn Mehmet

Was das Privileg einer Staatsangehörigkeit für den Freiheitsbegriff einer Gesellschaft bedeutet. Ein persönlicher Essay – 22 Jahre nach der Abschiebung von Muhlis A., alias Mehmet.

Von Deniz Utlu

In der Altstadt von Hanoi tropft auf einem Tischchen schwarzer Kaffee durch ein kleines Sieb in mein Glas. Ich sitze auf einem blauen Plastikhocker, lehne an einer Hausfassade und stelle mir vor, dass einer der Rollerfahrer, die aus allen Gassen strömen, in dem Flugzeug saß, mit dem im Juni 2009 hundert Vietnames*innen aus Berlin abgeschoben wurden.

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